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Montag, 20. August 2012

Zombiemachismokatzenpisse

Hab ich mit dieser Wortkreation eure Aufmerksamkeit?
Okay, bei diesem Blogeintrag könnte ich mich selber denunzieren, hab ich doch seit meiner Kindheit immer Katzen um mich rum gehabt. Aber das Thema ist einfach zu gut, einfach zu passend für den Blog, um es nicht zu behandeln.
Ein Komilitone von mir, Sebastian Scherrer, machte mich auf ein besonderes Phänomen aufmerksam. Toxoplasma gondii heißt das Protozoon, über welches ich an dieser Stelle berichten möchte. Leider kann ich das an dieser Stelle nur recht oberflächlich machen, aber diesen Blogeintrag
Kennt ihr nicht? Ach, dabei ist das Toxoplasma gondii ja nur der am weitesten verbreitete Parasit der Welt.
Wie wir alle liebt auch er Katzen. (Da fällt mir ein, passt ja ganz gut: ein Video einer Game of Thrones singenden Katze http://www.isnichwahr.de/r53790054-katze-singt-game-of-thrones-intro.html) Katzen sind der Hauptwirt dieser Parasiten, da er sich nur in ihnen vermehren kann. Um wieder in eine Katze rein zu kommen, falls er das Pech hatte ausgeschieden zu werden, bedient er sich einfach deren Beutetiere: Mäuse, Vögel und ja, auch Menschen.
Ich würde mich natürlich nicht für diesen Parasiten interessieren, wenn dabei nicht noch etwas besonderes wäre. Wie z.B. Gedankenkontrolle.
Die befallene Maus z.B. provoziert die Katze, anstatt vor ihr zu fliehen. Sie fühlen sich magisch angezogen von der Katze.
Der Parasit verschanzt sich bei Zwischenwirten einfach in der Leber und im Gehirn und kann so dessen Verhalten beeinflussen, um wieder in die Katze zu kommen. Der Mensch ist dabei keine Ausnahme.
An der Karls-Universität in Prag wird schon bald zwanzig Jahre daran geforscht, welche Auswirkungen das Toxoplasma gondii auf befallene Menschen hat. Das Ergebnis: Männer verlieren ihre Reaktionszeit und haben eine gesteigerte Risikobereitschaft. Für infizierte Männer ist die Wahrscheinlichkeit, in einem Autounfall verwickelt zu werden, mehr als zweieinhalb Mal höher, als für andere Menschen. Ebenso steigt bei Männern der Testosteronspiegel an, bei Frauen dagegen sinkt er zu gleichen Teilen. Bei Frauen steigt die Intelligenz und die Selbstständigkeit, wobei einige Quellen auch sagen, dass Frauen zeitgleich unterwürfiger werden. Dies kann man sich vorstellen, wie eine intelligente Frau, die sich zwar ihren Teil denkt, aber dennoch klein bei gibt.
Beide Geschlechter haben die Tendenz, dass sich das Schuldbewusstsein steigert.
Und damit kommen wir zum eigentlichen Punkt: In Ländern, in denen viele Straßenkatzen und viel Toxoplasma gondii verbreitet ist, herrscht auch zeitgleich häufig eine Machismo-Mentalität vor. Einen Zusammenhang versuchen nun mehrere Studien zu belegen. Die These allein ist jedoch schon mehr als provokativ.
Ich hoffe ich konnte euch bei diesen tropischen Temperaturen mal wieder unterhalten. Wenn ja, verbreitet doch diesen Blog viral ... das kommt bei diesem Eintrag jetzt irgendwie komisch ...

Freitag, 6. Juli 2012

Fieser Winzling

Wir hatten die größte Spinne der Welt, die kleinste Spinne der Welt, das größte Insekt der Welt - jetzt kommt die kleinste Fliege der Welt. Die passt auch ganz gut rein in das Sortiment von Marsl Knows Creatures.
Die kleinste Fliege der Welt, die den Namen "Scharfrichter-Fliege" trägt, hat diesen nicht umsonst. Die Fliege ist so klein, dass sie ihre Eier in Ameisen legt. Die Larven, die dann in den Ameisen ranwachsen, ernähren sich wie Zombies von dem Hirn der Ameisen, bis ihnen der Kopf abfällt.
Wie klein muss eine Fliege denn sein, um dies machen zu können? 0,4 mm - damit ist sie 15 mal kleiner als unsere Hausfliege.
Damit gehört sie zu den kleinsten Insekten der Welt.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Was tun beim Zeckenbiss?

Aus aktuellem Anlass möchte ich an dieser Stelle mal einen Leitfaden dafür geben, was man machen sollte, wenn man von einer Zecke gebissen wurde.
Also: Was tun bei einem Zeckenbiss?
Auch wenn Zecken viele Krankheiten mit Langzeitwirkung übertragen können, gilt es erstmal die Ruhe zu bewahren: wäre ein Biss so gefährlich wie man manchmal denkt, so wäre der Mensch in der Evolution nie so weit gekommen. Tatsächlcih führen nur 4% aller Zeckenstiche zu einer Infektion.
Dennoch sollte man den Stich im Auge behalten. Eine kleine Rötung ist dabei ganz normal, erst wenn sich diese Rötung flächig ausbreitet, sollte man zum Arzt gehen. Bluttest machen frühestens nach einigen Wochen Sinn.
Symptome kommen in der Regel auch erst 7 Tage nach dem Stich, also erstmal ruhig Blut und Tee trinken.
Eine Zecke entfernt man übrigens wie folgt richtig: 
Die Zecke sollte mit einer Pinzette gegen den Uhrzeigersinn am Kopf gedreht werden. Dies sollte zügig passieren und der Kopf sollte komplett entfernt werden. Auf keinen Fall den Körper quetschen oder gar das Ding abbrennen, denn sonst kotzen die Biester im Todeskampf und das ist es, was die ganzen Sachen überträgt.
Eine Borreliose lässt sich im Frühstadium übrigens mit Antibiotika zu 100% heilen.
Go for it!
Ich hatte das Vergnügen von einer Zecke in den Hintern gebissen zu werden. Mir geht es scheinbar ganz gut. Also, kein Grund zur Panik. Auch wenn ich behaupten kann selber die Ruhe selbst gewesen zu sein.

Dienstag, 15. Mai 2012

I have no idea


Mein Freund und Kommilitone Oliver hat mir heute morgen ein Video gezeigt und mich gefragt, was darauf zu sehen ist. Das Video könnt ihr hier selber sehen.
Ich gebe zu, ich bin ein bisschen ratlos.
Statt heute produktiv zu arbeiten, schreibe ich diesen Blogeintrag und denke über die Möglichkeiten, um was es sich genau dabei handelt, nach.

Nach kurzem überlegen fallen mir fünf Möglichkeiten ein:
- Blanket Octopus: Tremoctopus, eine deutsche Bezeichnung ist mir bisher noch nicht untergekommen, ist eine Krakenfamilie, die transparente Netze zwischen ihre Fangarme gespannt haben, wodurch sie manchmal mit Plastikmüll verwechselt werden. 
Die Variationen von diesem Wesen werden erst nach und nach entdeckt - umso bekannter unsere Tiefsee uns wird. Obwohl ich keinerlei Tentakel finden kann, könnte es sich jedoch um eine bisher unbekannte Art eines Blanket Octopus handeln. Oder zumindest ein Kadaver einer solchen.
- Qualle: Dies könnte eine Quallenart sein, die keine offensichtlich ausgeprägten Nesseln und Fangarme hat. Sehr spricht dafür die offensichtlich elastische Konsistenz, die Bewegung im Wasser und die Transparenz. 
- Wasserschnecke: Uns fehlt jegliche Proportion im Bild. Es könnte sich also, bei einer kleinen Kamera um eine große Wasserschnecke handeln. Die meisten Wasserschnecken sind jedoch nicht transparent und auch dies müsste, wenn es eine ist, eine unbekannte Art sein.
- Plastiktüte: Es könnte einfach nur eine Plastiktüte im Meer sein, an die sich kleine Anemonen geheftet haben. Die Verfärbungen und die Oberfläche des Gewebes spricht dafür, ebenso wie die Bewegungen die es macht - auch wenn diese zu koordiniert für eine Tüte scheinen.
- Fake: Jap, es könnte ein Fake sein. Mit dem notwendigen CG und VFX Know How ist es leicht, so etwas zu faken. Und nur weil dort Logos, Skalierungen und Zeichen sind, ist die Authenzität noch lange nicht belegt.

Vielleicht haben wir es auch mit etwas ganz anderem zu tun. Aber anders als bei der Muskelmasse in der Kanalisation hab ich erstmal, offen gestanden, keine Ahnung.


Update: Scheinbar handelt es sich, laut TV Nachrichten um eine seltene Quallen-Art. Gut zu wissen.

Donnerstag, 19. April 2012

Okay, das ist pervers...

In Israel haben Genetiker federlose Hühner gezüchtet. Die Begründung hierfür ist neben der "ökonomischen Effizients für Schlachtbetriebe" sondern auch die Fleischproduktion in Ländern anzukurbeln, für welche bisher Hühnchen wegen dem Klima es eher schwer hatten. Wenn man sich die Federn spart, spart man sich auch die Klimaanlage bei der Massentieranlage.
Nicht nur, dass ihr Anblick mich ekelerregend an diesen perversen Drang der Menschen, auf Kosten der Tiere Gott zu spielen, erinnert, sondern gibt es auch noch mehr Probleme für die Tiere. Wegen ihren fehlenden federn sind sie anfälliger für Parasiten. Weil sie keine Flügel haben können die Männchen die Weibchen nicht begatten,  da sie das Gleichgewicht auf dem Partner nicht halten können. Hautkrankheiten werden für die Hühner ebenso zur Plage wie Moskitos. Temperaturschwankungen betreffen die Tiere mehr als gewohnt.
Aber hey: immerhin muss man die Hühner nicht erst rupfen, bevor sie im Regal stehen.
Euch nen schönen Sonntag, ich geh kotzen.

Samstag, 14. April 2012

Muskelfleisch in der Kanalisation

In North Carolina, genauer gesagt in dessen Abwasserkanälen, wurde dieses Video gedreht.
Zuerst: nein es ist kein fake. Die Aufnahmen sind ebenso echt wie verstörend.
Diese scheinbar organische Muskelmasse, die an den Kanalwänden vor sich hin pulsiert, war in dem ganzen Kanal zu finden.
Doch was ist dieses seltsame Wesen? Ein Pilz? Eine Riesenamöbe? Ein Alien?
Die Antwort ist viel einfacher aber dennoch nicht minder faszinierend.
Würmer. Um genau zu sein Klumpen aus Tubifex-Würmern. Tubifex mögen die ein oder anderen aus dem Zoohandel als Lebendfutter für Fische kennen.
Normalerweise halten die sich in Schlamm, in Ablagerungen und im Erdreich - aber nicht in Abwaserkanäle. Irgendwie haben die es hier aber doch rein geschafft und durch das Fehlen von ihrem typischen Nährboden haben sie sich aneinander gekuschelt wodurch der Muskeleffekt kommt.
Lecker, lecker.

Montag, 20. Februar 2012

French Kiss mal anders ...

Okay, ich hab euch schon Zombie-Larven und andere seltene Parasiten gezeigt. Doch wenn es um wirklich beängstigende, abartige und merkwürdige Parasiten geht hab ich ein neues Highlight für euch: Cymothoa exigua.
Für diesen parasitären Krebs (um genau zu sein Assel) habe ich keinen deutschen Namen finden können, auf Englisch wird er jedoch "Tongue-eating louse" genannt. Und das ist so ziemlich genau, was dieser kleine Fratz macht:
Er schwimmt als Jungtier frei im Meer rum, nistet sich in ein Fischmaul ein, zapft das Blut der Fischzunge an, um  sich davon zu nähren, die Zunge verkümmert, die Assel wächst und ersetzt irgendwann die Zunge komplett. Das geht sogar so weit, dass dieser Parasit die Funktion der Zunge komplett übernimmt.
Yummi!

Montag, 22. August 2011

Das Lied von Raupen und Wespen-Larven

Ich mag Parasiten: sie sind der Beweis dafür, wie kreativ die Natur wirklich sein kann. Dinge, auf die wir nichtmal kommen würden, passieren dank Parasiten. Schaut euch doch einfach mal diese Wespenlarven mal an, die eine Raupe ausbeuten und dann, nachdem sie sich ihren Weg aus der Raupe freigefressen haben, sie dazu bringt, die mit ihrer eigenen Seide zu schützen. Pure beauty!


Dienstag, 12. Juli 2011

Die Zombieschnecken und der Wurm

Radioaktive Strahlen, Okkultismus, Viren, Chemikalien, wahnwitzige Experimente, eine überfüllte Hölle ... es gibt viele Gründe, warum auf einmal in einem Horrorfilm Zombies auftauchen. Parasiten sind da bisher eher außen vor. Dabei macht die Natur es doch vor ...

Diese parasitären Würmer, über die der National Geographic berichtet, infiltrieren die Augen und das Gehirn einer Schnecke und bringen diese dazu, sich den Vögeln anzubieten, die sie dann fressen, wo sie sich wieder vermehren und ... ok, der Satz wird zu lang, schaut es euch einfach an.


Hätte George A Romero das schon gewusst ...