Dienstag, 29. Mai 2012

Lebende Honigtöpfe

Als ich auf diese Zeitgenossen gestoßen bin, musste ich doch schon sehr schmunzeln. Das lag nicht einmal an dem mehr als witzigem Äußeren, sondern viel mehr an den unendlich vielen Assoziationen, die sie bei mir hervorriefen.
Von Sir Mix-A-Lot bis hin zu Winnie Puh, der in seinen Honigtopf gefallen ist strömten etliche Bilder auf mich ein.
Die Rede ist von den sogenannten Honigtopfameisen. Dieser Name bezeichnet alle Ameisenarten die eine besondere Kaste besitzen.
Diese besondere Kaste hat die einzigartige Eigenschaft, Nahrung in ihrem Hinterteil einzulagern und bei Futterknappheit wieder an die Arbeiterinnen.
Dabei schwellen die Hinterteile so an, dass man den Honig klar sehen kann.
Als würden Honigtropfen oder durchsichtige Honigtöpfe an ihrem Hintern hängen.
Am bekanntesten sind die australischen Vertreter, allerdings kann man sie auch in Nordamerika und in Neuguinea finden.
Um es mit den Worten eines der letzten Poeten unserer Zeit auszudrücken:
I like big butts and I cannot lie ...

Montag, 28. Mai 2012

Der dicke Mönch

In Australien gibt es schon lustige Tiere: erst letztens erzählte ich euch von der Pfauenspinne und schon präsentiere ich euch diesen ulkigen Zeitgenossen.
Es handelt sich hier um einen Katholikenfrosch, der Name kommt nicht etwa von der mächtigen, aufgeblähten Statur die ihn an das Klischeebild eines fetten Mönchs erinnern lässt.
Der Name kommt von dem Kreuz auf dem Rücken. Dank diesem Kreuz heißt sie im englischen auch "Holy Cross Toad".
Sie verbringt die meiste Zeit im Boden eingegraben. Das Eingraben selber sieht dabei ebenso unterhaltsam aus wie ihr aufgeblähter Körper mit den kurzen Beinchen.
Sie dreht sich dabei wie ein Korkenzieher in den Boden rein.
Sind sie in Gefahr haben sie eine ganz eigene Verteidigungsstrategie. Wird Druck auf sie ausgeübt sondern sie eine gebliche und klebrige Substanz aus. Ein ekelhaftes und schleimiges Zeug. Dies erinnert ein wenig an den Schleimaal, über den ich bereits berichtete.
In wie weit dies ebenfalls zu ihrem Namen passt ist mehr als fraglich.

Sonntag, 27. Mai 2012

Let's dance!


Die Pfauenspinne ist eine, wenn nicht die kleineste Spinne der Welt. Sie ist nur wenige Millimeter groß. Winzig.
Dieses kleine Geschöpf kommt in den Unterhölzern Australischer Wälder vor.
Sie hat ihren namen von dem schillerndem Aussehen der männlichen Exemplare. Ähnlich wie bei dem Namensgeber aus dem Reich der Vögel, benutzen sie dieses bunte Outfit um den Partner zu beeindrucken.
Soviel dazu.
Nun ist dieser einzigartige und eindeutig amüsante Balztanz erstmals in freier Wildbahn gefilmt worden. Und dieses optische Spektakel möchte ich euch nicht vorenthalten.
Die Bewegung der Beine, der Blick, die schillernden Farben ... aber seht selbst:


Donnerstag, 24. Mai 2012

Was tun beim Zeckenbiss?

Aus aktuellem Anlass möchte ich an dieser Stelle mal einen Leitfaden dafür geben, was man machen sollte, wenn man von einer Zecke gebissen wurde.
Also: Was tun bei einem Zeckenbiss?
Auch wenn Zecken viele Krankheiten mit Langzeitwirkung übertragen können, gilt es erstmal die Ruhe zu bewahren: wäre ein Biss so gefährlich wie man manchmal denkt, so wäre der Mensch in der Evolution nie so weit gekommen. Tatsächlcih führen nur 4% aller Zeckenstiche zu einer Infektion.
Dennoch sollte man den Stich im Auge behalten. Eine kleine Rötung ist dabei ganz normal, erst wenn sich diese Rötung flächig ausbreitet, sollte man zum Arzt gehen. Bluttest machen frühestens nach einigen Wochen Sinn.
Symptome kommen in der Regel auch erst 7 Tage nach dem Stich, also erstmal ruhig Blut und Tee trinken.
Eine Zecke entfernt man übrigens wie folgt richtig: 
Die Zecke sollte mit einer Pinzette gegen den Uhrzeigersinn am Kopf gedreht werden. Dies sollte zügig passieren und der Kopf sollte komplett entfernt werden. Auf keinen Fall den Körper quetschen oder gar das Ding abbrennen, denn sonst kotzen die Biester im Todeskampf und das ist es, was die ganzen Sachen überträgt.
Eine Borreliose lässt sich im Frühstadium übrigens mit Antibiotika zu 100% heilen.
Go for it!
Ich hatte das Vergnügen von einer Zecke in den Hintern gebissen zu werden. Mir geht es scheinbar ganz gut. Also, kein Grund zur Panik. Auch wenn ich behaupten kann selber die Ruhe selbst gewesen zu sein.

Dienstag, 15. Mai 2012

I have no idea


Mein Freund und Kommilitone Oliver hat mir heute morgen ein Video gezeigt und mich gefragt, was darauf zu sehen ist. Das Video könnt ihr hier selber sehen.
Ich gebe zu, ich bin ein bisschen ratlos.
Statt heute produktiv zu arbeiten, schreibe ich diesen Blogeintrag und denke über die Möglichkeiten, um was es sich genau dabei handelt, nach.

Nach kurzem überlegen fallen mir fünf Möglichkeiten ein:
- Blanket Octopus: Tremoctopus, eine deutsche Bezeichnung ist mir bisher noch nicht untergekommen, ist eine Krakenfamilie, die transparente Netze zwischen ihre Fangarme gespannt haben, wodurch sie manchmal mit Plastikmüll verwechselt werden. 
Die Variationen von diesem Wesen werden erst nach und nach entdeckt - umso bekannter unsere Tiefsee uns wird. Obwohl ich keinerlei Tentakel finden kann, könnte es sich jedoch um eine bisher unbekannte Art eines Blanket Octopus handeln. Oder zumindest ein Kadaver einer solchen.
- Qualle: Dies könnte eine Quallenart sein, die keine offensichtlich ausgeprägten Nesseln und Fangarme hat. Sehr spricht dafür die offensichtlich elastische Konsistenz, die Bewegung im Wasser und die Transparenz. 
- Wasserschnecke: Uns fehlt jegliche Proportion im Bild. Es könnte sich also, bei einer kleinen Kamera um eine große Wasserschnecke handeln. Die meisten Wasserschnecken sind jedoch nicht transparent und auch dies müsste, wenn es eine ist, eine unbekannte Art sein.
- Plastiktüte: Es könnte einfach nur eine Plastiktüte im Meer sein, an die sich kleine Anemonen geheftet haben. Die Verfärbungen und die Oberfläche des Gewebes spricht dafür, ebenso wie die Bewegungen die es macht - auch wenn diese zu koordiniert für eine Tüte scheinen.
- Fake: Jap, es könnte ein Fake sein. Mit dem notwendigen CG und VFX Know How ist es leicht, so etwas zu faken. Und nur weil dort Logos, Skalierungen und Zeichen sind, ist die Authenzität noch lange nicht belegt.

Vielleicht haben wir es auch mit etwas ganz anderem zu tun. Aber anders als bei der Muskelmasse in der Kanalisation hab ich erstmal, offen gestanden, keine Ahnung.


Update: Scheinbar handelt es sich, laut TV Nachrichten um eine seltene Quallen-Art. Gut zu wissen.

Sonntag, 13. Mai 2012

Do you know Mike?

Als Störtebeker, ein legendärer Pirat, zum Tode verurteilt wurde, soll ihm vom Bürgermeister der Hansestadt Hamburg gestattet worden sein, dass all jene Männer, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte, überleben dürften. Erst beim elften Mann soll der enthauptete Störtebeker umgekippt sein - weil ihm ein Scharfrichter ein Bein stellte. Im übrigen wurde das Versprechen auch nie eingehalten, alle 73 seiner Männer wurden getötet.
Doch was lernen wir aus dieser Geschichte? Die Redewendung vom kopflosen umherirren ist irreführend. Es bedeutet unkoordiniertes und willkürliches Verhalten. Tatsächlich braucht der Körper ohne Kopf einen unglaublich starken Willen, wenn man überhaupt von so etwas sprechen kann.
Apropos, kopflose Hühner und so... Kennt ihr schon Mike?
Mike war ein Hahn, der 1945 eigentlich für die Schwiegermutter seines Farmers als Festmahl gedacht war.
Doch obwohl der Farmer den Hahn köpfte - er lebte weiter. Nicht für ein paar Minuten, ein paar Stunden oder Tage: Mike, The Headless Chicken überlebte 18 Monate.
"Der Marsl tischt uns Müll auf" werdet ihr denken. Ich konnte mir das ganze auch nicht wirklich vorstellen, doch scheint da alles mit rechten Dingen zugegangen zu sein. Zumindest bestätigte die University of Utah die Echtheit der ganzen Geschichte.
Wie ist das möglich? Der Farmer köpfte zwar das arme Tier, verfehlte aber die Halsschlagader und irgendwie blieb ein Rest des Stammhirns erhalten. Dieses Stammhirn funktionierte noch einwandfrei. Ein Blutgerinsel schützte Mike vor dem Verbluten.
So konnte Mike noch tapsig laufen. Er versuchte sogar noch zu krähen, was jedoch eher weniger Erfolg hatte.
Marsl Knows Creatures versteht sich selbst als eine Freakshow der zoologischen Art. Deshalb ist es auch erwähnenswert, dass auch Mike ein Freakshowstar wurde.
Der Farmer (namentlich Olsen) nahm Mike auf Tour. Für 25 cent konnte Mike wie eine Zirkusattraktion besichtigt werden, was Olsen umgerechnet nach heutigem Kurs rund 50000$ zu Spitzenzeiten brachte.
Dafür fütterte er seinen kopflosen Hahn regelmäßig mit einem Milch-Wasser-Gemisch in die offene Speiseröhre. Dadurch nahm Mike in der Zeit nach der Köpfung sogar fast 3 kg zu.
Leider rief der Erfolg von Mike bzw von Olsen viele erfolglose Nachahmer auf den Plan.
Mike war ein kopfloser Hahn, über federlose Hühner berichtete ich bereits.

Samstag, 5. Mai 2012

Nette Blüte ... wait a moment!

Meine Freundin hat mehrere Terrarien mit verschiedensten Arten von Vogelspinnen. Und sie hegt und pflegt sie wie eine Mutter. Zu Weihnachten wollte ich ihr etwas ganz besonderes schenken: Ich habe ihr ein kleines Terrarium mit einer kleinen Orchidee eingerichtet.
In das Terrarium sollte eine Gottesanbeterin kommen. Aber keine gewöhnliche Gottesanbeterin, nopes.
Es sollte eine Orchideenmantis werden.
Orchideenmantiden (ich hoffe der Plural ist richtig) kommen aus dem Südostasiatischen Raum und ernähren sich von kleinen Fliegen, die sich von den Blüten der Orchidee ernähren wollen, welche sie sich als zu Hause erwählt haben.
Manche nennen sie auch Kronenfangschrecken - da sie in den höheren Laub- und Blütenwerken der Baumkronen der Tropenwälder.
Erneut ein wunderbares Beispiel für Mimese, sehen sie doch aus wie eine Mischung zwischen einer Gottesanbeterin und einer Orchideenblüte.
In diesem Blog hab ich schon des öfteren Beispiele gebracht, wie z.B. die Blattschwanzgeckos, welche sich besser tarnen als jedes Chamäleon, oder aber auch der Karnevalstintenfisch. Doch vom rein ästhetischen Standpunkt gefallen sie mir am meisten.
Wegen dem Winter wollte ich diese empfindlichen und wunderschönen Geschöpfe noch nicht abholen. Als das Wetter wieder besser war, hatte der Züchter keine mehr.
Wir wollten dann gemeinsam nochmal den Züchter zurückrufen, aber leider keine Zeit. Die Orchidee ist inzwischen verwelkt. Mal schauen wann wir das nochmal versuchen.

Freitag, 4. Mai 2012

I'm aaaalive *sing*

Ich gebe es offen zu: auch wenn der Film alles andere als männlich o.ä. gilt ich liebe ihn einfach. Ich besitze sogar die DVD. Die Rede ist von "Das Letzte Einhorn".
Deshalb will ich mich heute mal dem Mythos "Einhorn" widmen. Denn dahinter steckt weit mehr als nur die Vorlage für epische Zeichentrickfilme, schlechte Tattoos und unterhaltsame Flashgames.
Aber zurück zum Film. Dieser fängt nämlich mit einem Dialog an:
"Ich fühle mich 16 in diesem Wald. Tiere in einem Einhornwald lernen mit der Zeit alle selbst ein bisschen Zaubern. Vor allem was das Verschwinden betrifft." "Einhörner? Ich dachte die gibt es nur im Märchen? ..."
Bis jetzt. In Italien ist ein echtes Einhorn aufgetaucht. Naja, nicht ganz. Es handelt sich hierbei um ein Reh. Dieses Reh hat nur ein einzelnes Horn.
Nichts besonderes, es tauchen immer mal wieder Rehe und Hirsche mit einem einzelnen Horn auf. Das Besondere bei diesem Exemplar ist jedoch, dass es genau so zentral sitzt, wie beim Vorbild aus der Sagenwelt.
Eine solche Deformation in der Vergangenheit könnte also den Ursprung des Einhorns darstellen.
Eine jedoch weit anerkanntere Theorie zum biologischen Vorbild des mythologischen Einhorns stellt jedoch die Oryxantilope genannt, die von den alten Ägyptern bereits mit nur einem Horn dargestellt wurde. Angeblich erfüllen sie jegliche Beschreibungen des Urtextes über Einhörner - naja, bis auf die magische Heilwirkung ihrer Hörner und dem einzelnen Horn.
Zurück wieder zu dem Film: Erinnert ihr euch (vorausgesetzt ihr habt ihn gesehen) an die Stelle, an der sie in Menschengestalt erfährt, was mit den anderen Einhörnen passiert ist? Daran, dass die Einhörner ins Meer getrieben wurden?
Wie kommt man denn bitte auf eine solch poetische Idee?
Naja, schaut man sich mal in den Meeren um, so entdeckt man dort auch Einhörner.
Narwale heißen die mit einem einzelnen, an einen Speer erinnernden, Stoßzahn bewaffneten Wale. In den kälteren Meeresregionen um Grönland sind sie zu Hause und werden - ohne "Horn" - bis zu 5 Meter groß.
Doch was haben jetzt diese Meeressäuger außer ihrem Horn mit dem Fabelwesen zu tun?
Der Stoßzahn der Tiere galt im Mittelalter als Horn des Einhorns.
Seine Existenz schien durch diesen  greifbaren Beweis gesichert. 
Kostbar war so ein Horn, wurde doch das Gewicht des "Ainkhürn" mit Gold aufgewogen. 
Die Kirche setzte die Einhornjagd sogar mit der Menschwerdung Christi durch die Jungfrau Maria gleich, was es zu einem heiligen Relikt machte. Die Legende "heidnischen" Ursprungs hat so seinen Weg in die christliche Welt geschafft.
Aber nicht nur in den Kirchen war ein solches Horn von einem Einhorn ein Statussymbol von Macht. Die Habsburger (also das Kaisergeschlecht aus Österreich) waren im Besitz eines Narwalzahnes und mehrerer Objekte aus dessen Elfenbein. Beeindruckendes Teil, es wird bis heute in der Schatzkammer in Wien ausgestellt. 
1671 wurde es dann jedoch etwas albern, als der dänische König auf einem Thron gekrönt wurde, der ausschließlich aus solchen Narwalzähnen hergestellt war. Musste der gute Herr da was kompensieren?
Wie im Film sind auch die echten Einhörner, die Narwale, vom Aussterben bedroht. Schuld ist kein Feuerstier, sondern der Mensch, der - trotz Artenschutz - noch immer immens Jagd auf diese macht.
So, ich hoffe ich konnte euch ein wenig was über die Fakten hinter dem Mythos beibringen, ich geh jetzt mal Robot Unicorn Attack spielen. Euch ein schönes Wochenende.

Mittwoch, 2. Mai 2012

The Horror

Es ist das nackte Grauen eines jeden Mannes. Die instinktive Urangst, die sich mit den ersten Erfolgen der künstlichen Befruchtung in dem Unterbewusstsein der männlichen Hälfte des Homo Sapiens manifestierte.
Ein Schrecken, der jedem Mann, bei genauerer Hinterfragung von Lesben-Pornos als Masturbationsvorlage, eiskalt den Rücken runter fährt. Eine Erkenntnis, die an jene der Romanfiguren von HP Lovecraft erinnert. Kurz gesagt: die Frage nach der Notwendigkeit des männlichen Geschlechts.
Im Tierreich wird nun seit kurzem die Berechtigung dieser Angst durch einen neuen Fund bestätigt. In Vietnam wurde eine Eidechse gefunden, deren komplette Spezies aus Weibchen besteht und die sich, schlicht und ergreifend, durch selbst-klonen fortpflanzen.
Ja, es handelt sich bei den Nachkommen tatsächlich um identische Klone ihrer Mütter. Die Mütter befruchten sich dabei einfach selber und rauskommt eine exakte Kopie ihrer selbst.
Dies ist keine Neuheit: 1% aller Eidechsenarten können, in Notsituationen sich auf diese weise selber fortpflanzen. Die Besonderheit hier ist jedoch, dass diese Spezies (Leiolepis ngovantrii) nicht einmal männliche Exemplare besitzt.
Als Mann wird man da unweigerlich an einen Amazonenstaat erinnert. Und was Eidechsen können ...


Eine schöne Aneinanderreihung von Zufällen

Vor ungefähr 4,6 Milliarden Jahren hat sich die Ursuppe gebildet, in welcher sich LUCA (Last Universal Common Ancestor) entwickelte. Auf LUCA kann man jegliches Leben auf der Welt zurück führen, auch wenn es nicht garantiert der erste Organismus auf der Erde war. LUCA entwickelte sich vor mindestens 3,5 Milliarden Jahre.
1974 startete BBN Telenet, den ersten öffentlichen und Paket vermittelten Datenkommunikationsdienst. Damit wurde die frühe Grundlage für das gelegt, was wir heute das Internet nennen.
Diese Ereignisse bildeten die Grundlage dafür, dass eine neue Spezies sich entwickelte: Der Homo Sapiens Sapiens Bloggerus. Manche von ihnen verdienen mit ihrem allgemeinen Verhalten ihr Lebensunterhalt, anderen dient ihr Verhalten nur zur Prokrastination. Ich gehöre zu letzteren.
Ich will hier nicht betteln, da ich so oder so diesen Blog weiter pflegen werde, doch es gibt ganz einfache Wege wie ihr mich unterstützen könnt und ich doch aus diesem Blog noch einen kleinen Gewinn mache - mal abgesehen von eurem Feedback.
Der einfachste bzw direkteste Weg ist wahrscheinlich den Werbeblocker (falls vorhanden) für einen Moment auszuschalten und auf die Werbelinks an den Seiten des Blogs zu klicken. Pro Click, egal wie lange ihr auf der Zielseite seid, bekomme ich ein paar Cent. Ich will hier nicht meinen Lebensunterhalt damit verdienen, aber ein Bierchen auf euch und die Evolution zu trinken wäre schon was feines. Und wir würden all jene austricksen, die hier Werbung schalten. ;)
Erzählt euren Freunden von Marslknowscreatures, verlinkt meinen Blog oder werft ihn bei Facebook auf eure Pinnwand.
Wäre die Ursuppe nicht gewesen, hätte sich der Mensch nicht entwickelt, ebenso wie die schier unendliche Anzahl an uns merkwürdig erscheinenden Lebewesen, wäre der Binärcode nicht entdeckt worden und damit die Möglichkeit, ohne selber Geld auszugeben Arbeit anderer zu belohnen. Welch schöne Aneinanderreihung von Zufällen...

Montag, 30. April 2012

Triops-Challenge: Post Mortem



Die Feuchtigkeit ist aus dem Aquarium gewichen und gebildet hat sich ein Salzkristall-Garten. Ich werde den demnächst mal säubern und dann ein bisschen Grünzeug pflanzen - den Anblick dieses faszinierenden Salzgebildes will ich euch jedoch nicht vorenthalten.

Freitag, 27. April 2012

Big Fish

Und in der heutigen Ausgabe von "Einfach nicht darüber nachdenken, was da noch so rum schwimmt..": Der Goliath-Tigersalmler.
Ich glaube zwar, dass die Bilder für sich sprechen - dennoch ein paar Daten zu diesem mit scharfen Zähnen bewaffneten Monster.
Sie werden im Durchschnitt über einen Meter groß, es gab schon Sichtungen von 1,80m. Dies ist zwar ein Witz gegenüber des Riesen der Meere, aber der sieht ja auch um einiges harmloser aus.
Mehrere Kilo werden sie schwer, weswegen sie beliebte Anglerbeute sind.
Sie machen als Hetzjäger auch gerne Jagd auf Fische, die relativ groß sind. 
Aber keine Angst, sie kommen aus Zentralafrika, also in unseren Seen werden wir ihnen wohl kaum begegnen. Also ruhig Blut ...

Mittwoch, 25. April 2012

Und ihr dachtet Chamäleons gehen ab?

Wenn man nach dem Meister der Tarnung unter den Reptilien fragt ist das Geschrei nach Chamäleons ziemlich laut. Zugegeben, schau ich in ein Terrarium mit diesen brauch ich immer einen Augenblick sie zu finden.
Vor allem wenn sich diese feinen Wesen nicht bewegen kann es vor kommen, dass ich sie gar nicht bemerke. Aber die Echsen, die ich euch jetzt vorstellen möchte, sind Chamäleons Kindergarten.
Blattschwanzgeckos kommen aus Madagaskar und sind perfekt an die dortige Pflanzenwelt angepasst, wie ihr an den Bildern schon sehen könnt.
Sie können bis zu 30cm groß werden, sind in der Regel nachtaktiv und ernähren sich von Insekten.
Aber ich bin mir ziemlich sicher: mit diesen Tarnmeistern wird mir sowas, wie mit den Chamäleons in den Terrarien, nicht passieren. Sie sind sehr empfindlich in Sachen Temperatur, was sie zu recht unpraktischen Haustieren macht. Seit 2006 werden sie nicht mehr exportiert. So wird es sehr unwahrscheinlich sein, sie in einem Terrarium zu sehen. Und wenn doch - na, dann werd ich's höchst wahrscheinlich auch nicht bemerken.

Der alte Mann und die Bank

Wenn man so viel Zeit wie ich auf YouTube, Facebook und Google verbringt - und wenn man nur eben sich mal vor der Arbeit drücken will ohne das es auffällt, so stolpert man doch über einige sogenannte Virals, Videos die sich viral verbreiten.
Dieser hier passt doch gut zu diesem Blog.
Wenn ich mir diesen Frosch so anschaue stelle ich mir Fragen über sein Leben. Hatte er bis jetzt ein erfülltes Leben? Geniest er jetzt den Ruhestand? Besucht seine Familie ihn noch regelmäßig?
Wahrlich, der Unterschied zwischen den Gestalten auf der Bank vor dem Altersheim um die Ecke ist nur schwer zu erkennen.

Dienstag, 24. April 2012

Evolution in 5 Minuten

Eben über dieses beeindruckende Video gestolpert, welches die Evolution in 5 Minuten effektvoll darstellt. Ich wollte es euch nicht vorenthalten.
Und damit es für diesen Blogeintrag auch ein Vorschaubild gibt, hier Yodas Evolution.

Schlangenmaulwurfregenwurm

Vor einiger Zeit berichtete ich über eine kürzlich entdeckte Amphibienart, die eigentlich mehr aussieht wie ein Regenwurm als jede andere uns bekannte Amphibienart.
Kürzlich bin ich jetzt auf eine Reptilienart gestolpert bei der ich nicht anders konnte, als an diesen Post zu denken.
Man nennt sie Handwühlen oder auch Ajoloten. Dieses Wesen aus Mexiko, dass an eine Mischung aus Schlange, Regenwurm und Maulwurf erinnert gehört eigentlich zu den Schleichen. 
Sie werden ca. 20cm und ernähren sich  von kleinen Insekten.
Spannend ist auch noch, dass sie nur ihren linken Lungenflügel wirklich zum Atmen benutzen. 
Warum? Weil sie es können!

Montag, 23. April 2012

Was für'n Brocken!

Vielleicht kennen die ein oder anderen ihn ja schon. Ich zumindest wusste über ihn bescheid, aber als ich vergangene Woche mal über sein Gewicht und seine Größe gestolpert bin, dachte ich mir doch er sei einen Beitrag wert.
Der Mola, oder auch Mondfisch genannt, ist der größte bekannte Knochenfisch der Welt. Der schuppenlose Koloss erreicht in der Regel eine länge von 3,30m  und ein Gewicht von ca 2 Tonnen.
Noch nicht beeindruckt? Ein kleiner Vergleich:
Der WWE Wrestler "Big Show" wird als der größte Athlete der Welt beworben. Wie viel Wahrheitsgehalt an dem Superlativ dran ist lassen wir mal außen vor, aber er ist zumindest einer der größten aktiven Wrestler, so viel steht fest.
Big Show ist zwar im Vergleich zu den anderen Wrestlern vielleicht ein wahrer Riese, im Vergleich zu unserem Mola ist er jedoch, trotz seiner Körpergröße von 2,13m und seinem Gewicht von über 200kg, wie jeder andere Mensch auch: ein Winzling.
Mondfische kommt in fast allen großen Weltmeeren vor, häufig taucht er sogar im Mittelmeer und in der Nordsee auf. Er lebt zwischen Wasseroberfläche und einer Tiefe von ca 480m und ist ein klassischer Allesfresser.
Molas sind wahre Kunstschwimmer: sie können entweder senkrecht mit der Rückenflosse aus dem Wasser ragend schwimmen (wie beim Weißen Hai) oder aber mit der Seite zur Wasseroberfläche, als würde er ein Sonnenbad nehmen. Denn einen Vorteil haben diese Giganten noch: ihnen fehlt die Schwimmblase.
One more thing: Sie sind extrem fruchtbar. Ein Mola Weibchen legt pro Laichvorgang etwa 300 Millionen Eier, was der höchsten Zahl im Fischreich entspricht. Die Tatsache, und dass er vom Menschen wegen seinen Giften (Molas sind verwandt mit Kugelfischen) kaum gefischt wird, ist schon mal für den Arterhalt sehr beruhigend. Einzig die "traditionelle chinesische Medizin" könnte uns da mal wieder einen Strich durch die Rechnung machen...

Freitag, 20. April 2012

Super Cow

Im normalen Leben studiere ich Interaktive Medien an der Filmakademie Baden-Württemberg. Eine Teildisziplin des Studienschwerpunkts ist Game Design. Im Rahmen dessen mache ich gerade einen "ernährungskritischen Egoshooter" - doch dazu mehr, sobald die Produktion weit genug ist, um etwas zu zeigen.
Bei der Recherche dafür bin ich (überraschenderweise wie meine Art Directorin auch) auf diesen Ausschnitt von Family Guy gestoßen.
Natürlich ist das lustig, auch ich muss dauernd bei diesem emotionsvollen "Oink." lachen. Vor wenigen Tagen bin ich jedoch über die Bezeichnung einer beligischen Rinderrasse namens "Super Cow" gestolpert. Ich musste auch erst einmal an eine Kuh mit Cape und einem Spandex-Anzug denken. Die Realität kam dann aber doch näher an das Family Guy Video.
Die Superkühe, die eigentlich "Weißblaue Belgier" oder auch "Belgian Blue" genannt werden, haben eine natürliche Mutation in ihrem Gen, welches das Muskelwachstums-Hemmungs Protein kodiert (Ich wette meine Freundin, die Agrarbiologie studiert, wird sich über meine dilettantische Formulierung schlapplachen). Jenes ist bei diesen Rindern so verkümmert, dass der Muskelwachstum quasi außer Kontrolle geraten ist und Fett sich nur zu einem minimalen Anteil bilden kann.
Nachteil der ganzen Geschichte ist natürlich, dass es mit Geburten recht schwer wird - Kaiserschnitt ist in der Regel ein Muss. Deswegen und weil die Haltung der Rasse in vielen Ländern verboten ist, werden die Ridner für die Besamung "normaler" Kühe verwendet.
Übrigens ist die Mutation "natürlich" und erst Ende des 19. Jahrhunderts hat der Mensch überhaupt in das Erbgut eingegriffen, indem man Shorthorn-RInder einkreuzte. Seit 1950 wird versucht, die Muskelfülle zu maximieren.
Erinnert mich eher an Wrestling der frühen 90er Jahre...

Die Triops-Challenge: I think they are dead ...

Das Aquarium zu meiner rechten ist fast leer, eingetrocknet vom Salzgehalt des Wassers. In der letzten Woche haben sich, als noch mehr als ausreichend Wasser im Aquarium war, hat sich jegliches Zeichen von Leben verabschiedet.
Ungefähr einen Monat lang hat es da drinnen vor kleinen, winzigen Krebschen gewimmelt. Jetzt sind sie weg. Sie hatten wohl einen unfruchtbaren Lebenszyklus. Für die Zeit jedoch, muss ich ehrlich sagen, empfinde ich die  Aktion dennoch als Erfolg. Obwohl ... richtig groß wurden sie ja nicht ... naja ...
Es war zwar ein Erfolg, aber der Erfolg war jetzt auch nicht größer wie damals beim YPS-Heft.
Was passiert jetzt? Ich lasse das Aquarium weiter austrocknen, säubere es und pflanze dann ein paar Fleischfressende Pflanzen rein. Kein direktes Sonnenlicht? Check! Das schaff ich.
Fleischfressende Pflanzen ... da war ich früher auch nie so erfolgreich. Och menno ...

Find ich jetzt mal echt Scheiße ...

Als Verfasser eines Blogs wie diesem, in dem ich der Artenvielfalt der Evolution huldige, kann ich mich natürlich über Gründe fürs Aussterben eben solcher besonderen Geschöpfe aufregen. Und heute erzähle ich euch etwas über das Korallensterben.
Blaa, hab ich schon so oft gehört, was ist da so besonderes dran? Die Einstellung kann ich irgendwo verstehen. Ich möchte euch aber nicht vom Korallensterben allgemein erzählen, welches sich dank Überfischung, Hafenbauten oder Ölkatastrophen abspielt.
Ich möchte euch die Geschichte der Elchgeweihkoralle erzählen.
Die Elchgeweihkoralle ist eine der dominantesten Korallenarten der Riffe Ostamerikas. Und jetzt stirbt sie dank einer Krankheit namens "White Pox Disease".
Ursache für die Bildung dieser weißen Flächen, die sich auf den schaufelartigen Ästen der Korallen absetzen und sie so langsam aber sicher töten, sind menschliche Darmbakterien, die eigentlich nicht im salzhaltigen Meerwasser in dieser Konzentration nicht vorkommen dürfte. Doch da gibt es ja noch die Kläranlagen in Küstennähe ...
....
Vertseht ihr den Titel? Und würdet ihr euch immernoch über Badeurlaub in der Karibik freuen?

Donnerstag, 19. April 2012

Okay, das ist pervers...

In Israel haben Genetiker federlose Hühner gezüchtet. Die Begründung hierfür ist neben der "ökonomischen Effizients für Schlachtbetriebe" sondern auch die Fleischproduktion in Ländern anzukurbeln, für welche bisher Hühnchen wegen dem Klima es eher schwer hatten. Wenn man sich die Federn spart, spart man sich auch die Klimaanlage bei der Massentieranlage.
Nicht nur, dass ihr Anblick mich ekelerregend an diesen perversen Drang der Menschen, auf Kosten der Tiere Gott zu spielen, erinnert, sondern gibt es auch noch mehr Probleme für die Tiere. Wegen ihren fehlenden federn sind sie anfälliger für Parasiten. Weil sie keine Flügel haben können die Männchen die Weibchen nicht begatten,  da sie das Gleichgewicht auf dem Partner nicht halten können. Hautkrankheiten werden für die Hühner ebenso zur Plage wie Moskitos. Temperaturschwankungen betreffen die Tiere mehr als gewohnt.
Aber hey: immerhin muss man die Hühner nicht erst rupfen, bevor sie im Regal stehen.
Euch nen schönen Sonntag, ich geh kotzen.

Doctor Mew

Heute auf Geeksaresexy.net gefunden und hat mir dann doch noch den Tag versüßt. Eigentlich wollte ich keine Bilder von lustigen Katzen hier posten, aber ... *schulterzuck*

Frühjahrsputz

Ich hab festgestellt, dass ich mit den Tags bzw Labels, die ich in diesem Blog verteilt habe, nicht mehr ganz zurecht komme. Keinerlei Ordnung.
Dies muss sich ändern und so werde ich, hoffentlich in den nächsten Tagen die Tags von jedem einzelnen Beitrag überarbeiten. Hier eine Liste der zukünftigen Tags:

  • Lustige Tiere
  • Pflanzen
  • Pilze
  • Parasiten
  • Haustiere
  • Blog
  • Kryptozoologie
  • Vögel
  • Reptilien
  • Amphibien
  • Insekten
  • Spinnen
  • Meeressäugetiere
  • Affen
  • Andere Säugetiere
  • Krebse
  • Kopffüssler
  • Weichtiere

Natürlich werde ich spezielle Tags, wie z.B. für die Triops-Challenge, beibehalten. Aber grob bleibt es erst einmal dabei. Ich schau mal, ob das alles abdeckt und wenn nicht - dann erweitere ich die Liste und lass es euch wissen.

Update: Keine zwei Minuten nach Veröffentlichung ergänze ich die Liste gleich mal um "Sex" und "Tiefsee"

Update2: Irgendwie hat es mir dabei zwei alte Artikel neu veröffentlicht bzw das Veröffentlichungsdatum verändert. Ich entschuldige mich dafür.

Update3: "Medizin" lasse ich auch noch als Begriff drin.

Spider-Man

Nein, kein Photoshop: diese Agame ist von Natur aus gefärbt wie Spider-Man. Dabei handelt es sich jedoch nur um die dominanten Männchen der Agama Mwanzae, sprich um das Alpha-Männchen wenn man es so will. Die anderen Vertreter sind relativ unscheinbar.
Diese afrikanischen Echsen sind tagaktiv und hängen die meiste Zeit des Tages auf warmen Felsen. Die Echse macht ein super Haustier für alle Spider-Man-Fans, sind sie doch recht pflegeleicht und werden schnell handsam.
Aber es ist schon ironisch, dass gerade diese Spider-Man-Echse sich neben Ameisen und anderen kleinen Insekten vor allem auch von Spinnen ernährt.

Mittwoch, 18. April 2012

Underwater Undercover

Wer von mir nicht weiss, dass ich auf Kraken und Tintenfische stehe scheint mich nur oberflächlich zu kennen. Mein rechtes Knie ziert eine riesige Krake, inspiriert vom großen Cthulhu und in diesem Blog habe ich auch bereits meine tiefste Verehrung für diese Geschöpfe bekundet.
Vergangenen Samstag hat mir jetzt eine Freundin von einem faszinierenden Wesen erzählt, dem Doktor Mabuse unter den Kraken. Der sogenannte "Karnevalstintenfisch"  oder auch "Mimik Octopus" vom indonesischen und malaysischen Meeresboden ist ein wahres Genie der Verwandlung.
Er ist ein Meister der Mimikry und kopiert so mehrere Meeresbewohner (die Zahl 15 konnte ich bisher leider noch nicht belegen, wundern würde es mich aber nicht) - u.a. Stachelrochen, Seeschlangen, Feuerfische, Zebrakraken, Flundern, Schnecken ... sogar eine Kokosnuss kann er nachahmen.
Dies ist auch einer der Gründe, warum er erst jetzt entdeckt wurde: man hat ihn immer für eine andere Tierart gehalten - mindestens mit dem optisch fast identischen Zebrakraken hat man ihn verwechselt.
Ich hab euch an dieser Stelle auch noch ein Video rausgesucht, welches ganz gut dieses einzigartige Verhalten zeigt.



Der Flipper-Blues

Wer von euch hat noch nie eine Folge von Flipper, dem lustigen Delfin, gesehen? Als Kind lief das ja immer so zwischen Daktari und Lessi und irgendwie brannte mir zu der Zeit das Bild von Delfinen als Haushunde des Meeres auf. Es brauchte schon seine Zeit, bis ich mich an den Gedanken gewöhnen konnte, dass es sich bei Delfinen um welche der intelligentesten Lebewesen des Planetens handelt und der Tag, an dem sie Daumen entwickeln unser jüngstes Gericht wird. Aber dennoch sind sie mir als lustige Gesellen in Erinnerung geblieben - u.a. dank Flipper.
Wusstet ihr das einer der Delfine, die Flipper verkörperten, Selbstmord beging? Wisst ihr, wie ein Delfin Selbstmord begeht?

Er hört einfach auf zu atmen.

Delfine atmen nicht im Reflex. Für sie ist es eine bewusste Handlung, die sie auch bewusst einstellen können - mit tödlichen Konsequenzen. Ich wette ihr seht Delfine von nun an mit anderen Augen.

Samstag, 14. April 2012

Muskelfleisch in der Kanalisation

In North Carolina, genauer gesagt in dessen Abwasserkanälen, wurde dieses Video gedreht.
Zuerst: nein es ist kein fake. Die Aufnahmen sind ebenso echt wie verstörend.
Diese scheinbar organische Muskelmasse, die an den Kanalwänden vor sich hin pulsiert, war in dem ganzen Kanal zu finden.
Doch was ist dieses seltsame Wesen? Ein Pilz? Eine Riesenamöbe? Ein Alien?
Die Antwort ist viel einfacher aber dennoch nicht minder faszinierend.
Würmer. Um genau zu sein Klumpen aus Tubifex-Würmern. Tubifex mögen die ein oder anderen aus dem Zoohandel als Lebendfutter für Fische kennen.
Normalerweise halten die sich in Schlamm, in Ablagerungen und im Erdreich - aber nicht in Abwaserkanäle. Irgendwie haben die es hier aber doch rein geschafft und durch das Fehlen von ihrem typischen Nährboden haben sie sich aneinander gekuschelt wodurch der Muskeleffekt kommt.
Lecker, lecker.

Donnerstag, 12. April 2012

Die von meiner Ex waren kleiner...

Mein Gruss geht raus an Tobi, der mich auf diesen Artikel aufmerksam gemacht hat. In Portugal hat man einen 10 cm langen Silberfisch gefunden. Damit haben wir einen Gewinner in der Kategorie: größtes unterirdische Insekt Europas.
Für tropische Gegenden sind ja riesige Insekten und Spinnen ja nichts ungewöhnliches, aber in Europa ist sowas dann doch was anderes.
Mit den Silberfischen, die ich zuletzt gesehen habe, haben diese Brummer jedoch weniger gemein.

Freitag, 30. März 2012

The King of Wasps

Als ich letztes Jahr Barfuß durch den Stadtpark gestampft bin, berauscht von kühlem Bier und Sommersonne, bin ich auf eine Wespe getreten. Sofort hab ich ein kühles Bier genommen um die Schwellung zu verhindern und alles war ok. Später jedoch, nachdem ich nicht mehr kühlen konnte, wurde das ganze schon echt fies und mein Zeh ist zur doppelten Größe angewachsen. Ich bin kein Allergiker. Das war eine normale Wespe.
Ich möchte nicht wissen, was bei dieser neu entdeckten Wespenart so passiert. 
Diese wurde in Indonesien auf der Insel Sulawesi entdeckt und wird 2,5cm groß. Sie graben ihre Nester für gewöhnlich an offenen Flächen im Sand - also, wenn ihr auf Sulawesi unterwegs seid: zieht euch bitte, in eurem Interesse, Schuhe an!
Kaum wurde aber dieser "King of Wasps" entdeckt, ist er schon vom Aussterben bedroht. Schuld daran ist das Abholzen der dortigen Regenwälder.

Neues von James Cameron


Ich berichtete von James Cameron und seiner Reise zum tiefsten Punkt der Erde. Er zeigt noch nicht alles von seinem gedrehten Material, vor allem von Bildmaterial von tierischem Leben fehlt noch jede Spur - was wahrscheinlich daran liegt, dass da ne große Doku oder Reportage oder Special oder Topfschlagen bei National Geographic geplant ist.
Aber es gibt zumindest schon ein bisschen was zu sehen, was er auch kommentiert und der Bericht verrät mehr Daten und Fakten über das ganze Unternehmen.

Montag, 26. März 2012

James Cameron hits bottom

James Cameron (Regisseur von Avatar und Titanic) reichen seine sensationellen Erfolge im Filmgeschäft scheinbar nicht aus. Was macht also ein Regisseur, der schon bei dem Film "Abyss" (welcher ebenfalls unterirdisch" war) seiner Faszination für die Tiefsee Ausdruck verlieh, wenn er in seinem Beruf keine Herausforderung mehr sieht?
Richtig, er taucht alleine als erster Mensch zum Grund des Mariannen-Graben.
James Cameron hat dieses Wochenende als erster in einer 1-Mann Tiefseemaschine, die aussieht wie ein Vertikaler Torpedo, den tiefsten Punkt der Meere erreicht. Von dort Twitterte er (ja, scheinbar gibt es im Mariannen-Graben Netz und in Affalterbach nicht) "Just arrived at ocean's deepest pt. Hitting bottom never felt so good. Can't wait to share what I'm seeing w/ you".
Tja, wir müssen uns dennoch gedulden, die Bilder sind noch nicht Online, dies dürfte sich jedoch im Laufe des Tages ändern. Ich brauche euch nicht sagen, wie fremdartig das Leben dort unten aussehen muss.
Marsl hält euch auf dem Laufenden.

Triops Challenge - Zwischenbericht

Lange gab es nichts von mir zu hören und ich entschuldige mich dafür herzlichst. Projektstress. Kommt bestimmt wieder vor.
Es ist viel in der Zwischenzeit passiert. Wie bereits berichtet haben Dome und ich unsere Urzeitkrebse angesetzt und beide sind inzwischen geschlüpft. Während meine ein bisschen mehr Zeit brauchten, sind Domes sofort am nächsten Tag schon rum geschwommen.
Dafür hat er sie fahrlässig umgebracht, in dem er sie mit zu viel Futter erstickte. Meine fressen dagegen langsam und gemütlich und da ich alle auf einmal angesetzt habe tummelt es sich nun lebensfroh im Aquarium.
Doch eine andere Bedrohung erscheint am Horizont: Meine mangelnde Genauigkeit bei der Salz/Wasser Mischung rächt sich. Der "Meeresspiegel" ist bereits um 5 cm gesunken. Scheint ich muss neues Wasser nachschütten. Das wird gefährlich.
Ich halte euch auf dem laufenden und hoffe, euch bald neue Bilder zeigen zu können.

Donnerstag, 15. März 2012

Die Triops-Challenge Kick-Off!

Hat jetzt ein bisschen gedauert, aber endlich ist es so weit: Die Triops-Challenge hat angefangen. Wir sind uns bewusst, dass es sich bei diesen Urzeit-Krebsen um Artemien und nicht um Triopskrebse handelt, aberwir behalten den unkorrekten Namen dennoch bei.
Dabei sind schon sehr früh Unterschiede zwischen Kontrahent Domme und mir sichtbar geworden. (Micha haben wir leider aus versehen vergessen, aber das holen wir heute noch nach)
Während Domme eher alles Schritt für Schritt wie in der Anleitung macht, bin ich experimentierfreudiger. Bei einem so großen Aquarium, wie ich es jetzt angesetzt habe ist das auch nicht verwunderlich. Ob das Salz/Wasserverhältnis jedoch stimmt wird sich noch zeigen.
Bilder und weitere Infos werden noch folgen.

Sonntag, 11. März 2012

Der Wald der Stadtmitte bis zum Himmel reicht

Ich wohne in einem Einfamilienhaus. Weiß gestrichen. Nichts besonderes. Aber in unserem Garten kommen, dank eines nahe gelegenen und riesig gewordenen Walnussbaums immer wieder Vögel, es laufen hier Eichhörnchen und laut schmatzende Igel rum. Für die zentrale Lage eine kleine, grüne Insel.
Ich erbe irgendwann dieses Haus. Mein Plan war es, mit Efeu und anderen Kletterpflanzen die Wände zu begrünen, so für etwaige Nistplätze für Vögel zu sorgen usw usf. Eine kleine, grünere Insel im Herzen von Ludwigsburg.
Architekten bauen grad an einer recht großen, hohen, grünen Insel im Herzen von Mailand.
Dort soll nämlich ein Wolkenkratzer entsteht, dessen Fassade aus einem Wald besteht. Ihr habt ganz recht gelesen.
Sie planen dort große Balkone anzubringen, an welchen Bäume und Sträucher gepflanzt werden.
So soll nicht nur das Haus begrünt werden, sondern auch der Lärm der Stadt für die Bewohner des grünen Riesens geblockt werden und die Luft gefiltert.
Bosco Verticale heißt das ganze Projekt und die geplante begrünte Fläche entspricht einem Hektar Wald.
Die Pläne sehen für mich eher aus wie Stadtpark als Wald. Ein Wald ist ein kompliziertes Ökosystem zu dem zweifelsfrei auch noch Tiere und Pilze gehören. Auch bin ich gespannt, was für Bäume da eingesetzt werden sollen, die das Fundaments des Hauses mit ihrem Wurzelschlag nicht wortwörtlich sprengen.
Aber ich finde dieses Projekt mehr als genial und immerhin wird bereits daran gebaut.
In Tagen, an denen in Stuttgart das grüne Herz der Stadt raus geschnitten wird (Fuck s21!), wird hier immerhin versucht, der Natur ein Stückchen Platz zu geben.
Ich wünsche mir für die Zukunft der Stadtbilder mehr solcher grünen Riesen. Vielleicht auch konsequent bis zum Schluss gedacht: ohne Bewohner, mit Tieren und Pilzen, freiwuchernd. Die Zukunft könnte grün werden.

Mittwoch, 7. März 2012

Bloody eyes!

Ich schaue gerade Supernatural. Die Serie finde ich cool, auch wenn die beiden für meinen Geschmack zu schnell sentimental werden. Die streiten sich mehr, als das sie Dämonen oder andere Wesen jagen. Naja, auf jedenfall geht es gerade bei Supernatural um Engel, Dämonen und die Apokalypse. Und vor allem geht es um Blut: Blut als Droge, Blut als Artefakt für Magie, Blut als Waffe ...
Zurück ins Tierreich. Dort gibt es nämlich eine Echse, die sich dieses "Blut als Waffe" sehr zu Herzen genommen hat.
Die Kurzhorn-Krötenechse von der Westküste Amerikas (also von Südkanada bis Nordmexiko um genau zu sein) sieht auf den ersten Blick nur aus wie eine gewöhnliche Wüstenechse. Sie ernährt sich von Grillen, Ameisen und anderen Insekten, fällt wegen ihrem Flecktarn in trockenen Gebieten kaum auf und wird ca. 15cm lang.
Jetzt kommt's aber: die Kurzhorn-Krötenechse verteidigt sich, indem sie Blut aus ihrem Auge auf ihre Feinde feuert. Erst dachte man, sie würde sich nur durch ihre stachelige Haut verteidigen, aber tatsächlich baut sie in ihrem Auge so viel Druck auf, dass sie zielsicher ihr Feind damit "abschießen" kann.
Erinnert mich mehr an Cyclops von X-Men. Aber DAS ist wieder eine andere Geschichte ...

Dienstag, 6. März 2012

Happy Happy Happy

Grad bei Facebook entdeckt (danke Peter): Wirklich, wirklich glückliche Tiere. 
Okay, die meisten Bilder kannte ich schon, aber ich musste doch sehr lachen. 
Zwar geht es mir relativ gut - aber diese süßen Wesen haben scheinbar in diesem Moment wahres Glück gefunden.
Und diesen Anblick wollte ich euch nicht vorenthalten. Ich wünsche euch ein euphorisches Glücksgefühl!

What a nose!

Der Sägefisch hat schon eine beeindruckende Nase: sie ist mit scharfen Zähnen besetzt und sieht damit aus wie die Mischung zwischen einer Kettensäge und einem Zweihandschwert. Lange Zeit vermutete man, dass der Fisch diese wie letzteres auch benutzt. Sie schwingen die Nase wie ein Tranchiermesser, spießen das Opfer auf ... Hack'N'Slay unter dem Meer.
Nun hat man jedoch auch noch Elektrosensoren in dieser Nase gefunden. Mit diesen kann er die Bewegungen von Beutetieren orten. Brauchen sie auch in den trüben Gewässern in denen sie jagen.
Ich bin gespannt, was sonst noch so über diese Tiere in den nächsten Jahren bekannt wird. Und glaubt ihr, der Highlander konnte das auch mit seinem Schwert?

Die Romer-Lücke wurde geschlossen!

Ich will gar nicht lange darüber schreiben, sondern ich verweise gerne einfach auf den Link von nTV zum neusten Fossilienfund. Bald ist der komplette Stammbaum der Evolution geschlossen - wenn das so weiter geht. Charles Darwin würde sich freuen.

1k!

Marsl Knows Creatures hat nun, mit nur 29 Posts die magische Tausend geknackt. Tausend Seitenaufrufe! Sky is the limit, Freunde. So fühl ich mich ungefähr:

Samstag, 3. März 2012

Schweinchen-Elefanten am Meeresgrund

Freitag Abend. Scottish Pub. Eine Freundin hat mir erzählte mir, wie pädagogisch wertvoll mein Blog sei. Mit gepushtem Ego kamen wir irgendwie auf Seegurken zu sprechen.
Seegurken sind eigentlich relativ langweilig. Die gurken so auf dem Meeresgrund rum und sehen aus wie die im Meer treibende Pelle von einer Blutwurst. Wie ein Stück schwimmender Darm. Jedenfalls nicht gerade spannend.
Die Klasse der Seegurken ist jedoch groß und artenreich. Neulich bin ich über diese Prachtexemplare gestolpert. Holothurian Echinoderm ist ihr lateinischer Name, bisweilen habe ich die deutsche Bezeichnung noch nicht gefunden. Im Englischen werden sie Sea Cows oder Sea Pigs genannt - bitte nicht verwechseln mit den Seekühen, die man früher mit Meerjungfrauen verwechselt hat. Das Bild zeigt sie, wie sie außerhalb des Wassers aussehen. (Bedenkt: dort herrscht ein ganz anderer Druck, folglich sehen die unter Wasser ganz anders aus.)
Wenig ist über diese bunten Kerlchen bekannt. Sie sind ca 10 cm groß, haben ca 10 Tentakel und ein paar an Röhren erinnernde Füße und sie leben in ca 1000 Metern tiefe auf dem Meeresgrund. Dort grasen sie den Sandboden nach organischem Abfall ab von dem sie sich ernähren.
Cool ist jedoch, dass die sich in Schwärmen sammeln. Fast wie eine Kuhherde. Solche Herden können bis zu über Tausend Tiere groß werden. Und allein dieser Anblick macht sie schon echt awesome.

Ein Espresso und ne Perserkatze, bitte!

Ich liebe Japan. Wenn man mal von ihrer Wal-, Delphin- und Haischlachterei, ihre Jagd auf die Seashepherds und ihrer Angewohnheit, Salzfrei zu kochen absieht - so erheitern sie mich doch immer wieder mit ihren Kuriositäten. Egal ob strange Game Shows, Tentakel-Hentai oder Schlüpfer aus dem Automaten - es gibt immer wieder was neues zum Lachen aus dem Land der aufgehenden Sonne.
Wen wundert es also, dass gerade aus Japan diese grandiose Geschäftsidee kommt. In sogenannten "Neko"s können u.a. gestresste Manager nach Feierabend einen Kaffee oder ein Bierchen trinken und eine Katze streicheln. Ja, ihr habt richtig gelesen. 
In diesen Katzencafés laufen Katzen frei rum und lassen sich von Paaren oder Singles, deren Hausordnung Haustiere verbieten, Geschäftsmänner, die zu häufig unterwegs sind um sich eigene Tiere zu halten, und anderen Personen, streicheln, kraulen und beim Spielen zusehen. 9 Dollar pro Stunde soll dieser ganze Spaß im Durchschnitt kosten.
Die boomen dort drüben richtig - allein in Tokyo sollen über 50 Stück sein.
Problem macht jetzt hierbei nur ein neues Tierschutzgesetz bzw dessen Formulierung. Diese Änderung des japanischen Tierschutzgesetzes soll es verbieten, Hunde und Katzen nach acht Uhr abends öffentlich auszustellen - was gegen 24/7 Tierhandel gerichtet ist. Doch die Nekos fallen da ebenfalls drunter. Mal schauen wie lang das also noch weiter geht.
Ich für meinen Teil finde das super - solang es den Tieren dabei gut geht. Vielleicht würde diese Idee so manchem Tierheim eine neue Einnahmequelle liefern. Und mein Gott: es sind Katzen!