Montag, 30. April 2012

Triops-Challenge: Post Mortem



Die Feuchtigkeit ist aus dem Aquarium gewichen und gebildet hat sich ein Salzkristall-Garten. Ich werde den demnächst mal säubern und dann ein bisschen Grünzeug pflanzen - den Anblick dieses faszinierenden Salzgebildes will ich euch jedoch nicht vorenthalten.

Freitag, 27. April 2012

Big Fish

Und in der heutigen Ausgabe von "Einfach nicht darüber nachdenken, was da noch so rum schwimmt..": Der Goliath-Tigersalmler.
Ich glaube zwar, dass die Bilder für sich sprechen - dennoch ein paar Daten zu diesem mit scharfen Zähnen bewaffneten Monster.
Sie werden im Durchschnitt über einen Meter groß, es gab schon Sichtungen von 1,80m. Dies ist zwar ein Witz gegenüber des Riesen der Meere, aber der sieht ja auch um einiges harmloser aus.
Mehrere Kilo werden sie schwer, weswegen sie beliebte Anglerbeute sind.
Sie machen als Hetzjäger auch gerne Jagd auf Fische, die relativ groß sind. 
Aber keine Angst, sie kommen aus Zentralafrika, also in unseren Seen werden wir ihnen wohl kaum begegnen. Also ruhig Blut ...

Mittwoch, 25. April 2012

Und ihr dachtet Chamäleons gehen ab?

Wenn man nach dem Meister der Tarnung unter den Reptilien fragt ist das Geschrei nach Chamäleons ziemlich laut. Zugegeben, schau ich in ein Terrarium mit diesen brauch ich immer einen Augenblick sie zu finden.
Vor allem wenn sich diese feinen Wesen nicht bewegen kann es vor kommen, dass ich sie gar nicht bemerke. Aber die Echsen, die ich euch jetzt vorstellen möchte, sind Chamäleons Kindergarten.
Blattschwanzgeckos kommen aus Madagaskar und sind perfekt an die dortige Pflanzenwelt angepasst, wie ihr an den Bildern schon sehen könnt.
Sie können bis zu 30cm groß werden, sind in der Regel nachtaktiv und ernähren sich von Insekten.
Aber ich bin mir ziemlich sicher: mit diesen Tarnmeistern wird mir sowas, wie mit den Chamäleons in den Terrarien, nicht passieren. Sie sind sehr empfindlich in Sachen Temperatur, was sie zu recht unpraktischen Haustieren macht. Seit 2006 werden sie nicht mehr exportiert. So wird es sehr unwahrscheinlich sein, sie in einem Terrarium zu sehen. Und wenn doch - na, dann werd ich's höchst wahrscheinlich auch nicht bemerken.

Der alte Mann und die Bank

Wenn man so viel Zeit wie ich auf YouTube, Facebook und Google verbringt - und wenn man nur eben sich mal vor der Arbeit drücken will ohne das es auffällt, so stolpert man doch über einige sogenannte Virals, Videos die sich viral verbreiten.
Dieser hier passt doch gut zu diesem Blog.
Wenn ich mir diesen Frosch so anschaue stelle ich mir Fragen über sein Leben. Hatte er bis jetzt ein erfülltes Leben? Geniest er jetzt den Ruhestand? Besucht seine Familie ihn noch regelmäßig?
Wahrlich, der Unterschied zwischen den Gestalten auf der Bank vor dem Altersheim um die Ecke ist nur schwer zu erkennen.

Dienstag, 24. April 2012

Evolution in 5 Minuten

Eben über dieses beeindruckende Video gestolpert, welches die Evolution in 5 Minuten effektvoll darstellt. Ich wollte es euch nicht vorenthalten.
Und damit es für diesen Blogeintrag auch ein Vorschaubild gibt, hier Yodas Evolution.

Schlangenmaulwurfregenwurm

Vor einiger Zeit berichtete ich über eine kürzlich entdeckte Amphibienart, die eigentlich mehr aussieht wie ein Regenwurm als jede andere uns bekannte Amphibienart.
Kürzlich bin ich jetzt auf eine Reptilienart gestolpert bei der ich nicht anders konnte, als an diesen Post zu denken.
Man nennt sie Handwühlen oder auch Ajoloten. Dieses Wesen aus Mexiko, dass an eine Mischung aus Schlange, Regenwurm und Maulwurf erinnert gehört eigentlich zu den Schleichen. 
Sie werden ca. 20cm und ernähren sich  von kleinen Insekten.
Spannend ist auch noch, dass sie nur ihren linken Lungenflügel wirklich zum Atmen benutzen. 
Warum? Weil sie es können!

Montag, 23. April 2012

Was für'n Brocken!

Vielleicht kennen die ein oder anderen ihn ja schon. Ich zumindest wusste über ihn bescheid, aber als ich vergangene Woche mal über sein Gewicht und seine Größe gestolpert bin, dachte ich mir doch er sei einen Beitrag wert.
Der Mola, oder auch Mondfisch genannt, ist der größte bekannte Knochenfisch der Welt. Der schuppenlose Koloss erreicht in der Regel eine länge von 3,30m  und ein Gewicht von ca 2 Tonnen.
Noch nicht beeindruckt? Ein kleiner Vergleich:
Der WWE Wrestler "Big Show" wird als der größte Athlete der Welt beworben. Wie viel Wahrheitsgehalt an dem Superlativ dran ist lassen wir mal außen vor, aber er ist zumindest einer der größten aktiven Wrestler, so viel steht fest.
Big Show ist zwar im Vergleich zu den anderen Wrestlern vielleicht ein wahrer Riese, im Vergleich zu unserem Mola ist er jedoch, trotz seiner Körpergröße von 2,13m und seinem Gewicht von über 200kg, wie jeder andere Mensch auch: ein Winzling.
Mondfische kommt in fast allen großen Weltmeeren vor, häufig taucht er sogar im Mittelmeer und in der Nordsee auf. Er lebt zwischen Wasseroberfläche und einer Tiefe von ca 480m und ist ein klassischer Allesfresser.
Molas sind wahre Kunstschwimmer: sie können entweder senkrecht mit der Rückenflosse aus dem Wasser ragend schwimmen (wie beim Weißen Hai) oder aber mit der Seite zur Wasseroberfläche, als würde er ein Sonnenbad nehmen. Denn einen Vorteil haben diese Giganten noch: ihnen fehlt die Schwimmblase.
One more thing: Sie sind extrem fruchtbar. Ein Mola Weibchen legt pro Laichvorgang etwa 300 Millionen Eier, was der höchsten Zahl im Fischreich entspricht. Die Tatsache, und dass er vom Menschen wegen seinen Giften (Molas sind verwandt mit Kugelfischen) kaum gefischt wird, ist schon mal für den Arterhalt sehr beruhigend. Einzig die "traditionelle chinesische Medizin" könnte uns da mal wieder einen Strich durch die Rechnung machen...

Freitag, 20. April 2012

Super Cow

Im normalen Leben studiere ich Interaktive Medien an der Filmakademie Baden-Württemberg. Eine Teildisziplin des Studienschwerpunkts ist Game Design. Im Rahmen dessen mache ich gerade einen "ernährungskritischen Egoshooter" - doch dazu mehr, sobald die Produktion weit genug ist, um etwas zu zeigen.
Bei der Recherche dafür bin ich (überraschenderweise wie meine Art Directorin auch) auf diesen Ausschnitt von Family Guy gestoßen.
Natürlich ist das lustig, auch ich muss dauernd bei diesem emotionsvollen "Oink." lachen. Vor wenigen Tagen bin ich jedoch über die Bezeichnung einer beligischen Rinderrasse namens "Super Cow" gestolpert. Ich musste auch erst einmal an eine Kuh mit Cape und einem Spandex-Anzug denken. Die Realität kam dann aber doch näher an das Family Guy Video.
Die Superkühe, die eigentlich "Weißblaue Belgier" oder auch "Belgian Blue" genannt werden, haben eine natürliche Mutation in ihrem Gen, welches das Muskelwachstums-Hemmungs Protein kodiert (Ich wette meine Freundin, die Agrarbiologie studiert, wird sich über meine dilettantische Formulierung schlapplachen). Jenes ist bei diesen Rindern so verkümmert, dass der Muskelwachstum quasi außer Kontrolle geraten ist und Fett sich nur zu einem minimalen Anteil bilden kann.
Nachteil der ganzen Geschichte ist natürlich, dass es mit Geburten recht schwer wird - Kaiserschnitt ist in der Regel ein Muss. Deswegen und weil die Haltung der Rasse in vielen Ländern verboten ist, werden die Ridner für die Besamung "normaler" Kühe verwendet.
Übrigens ist die Mutation "natürlich" und erst Ende des 19. Jahrhunderts hat der Mensch überhaupt in das Erbgut eingegriffen, indem man Shorthorn-RInder einkreuzte. Seit 1950 wird versucht, die Muskelfülle zu maximieren.
Erinnert mich eher an Wrestling der frühen 90er Jahre...

Die Triops-Challenge: I think they are dead ...

Das Aquarium zu meiner rechten ist fast leer, eingetrocknet vom Salzgehalt des Wassers. In der letzten Woche haben sich, als noch mehr als ausreichend Wasser im Aquarium war, hat sich jegliches Zeichen von Leben verabschiedet.
Ungefähr einen Monat lang hat es da drinnen vor kleinen, winzigen Krebschen gewimmelt. Jetzt sind sie weg. Sie hatten wohl einen unfruchtbaren Lebenszyklus. Für die Zeit jedoch, muss ich ehrlich sagen, empfinde ich die  Aktion dennoch als Erfolg. Obwohl ... richtig groß wurden sie ja nicht ... naja ...
Es war zwar ein Erfolg, aber der Erfolg war jetzt auch nicht größer wie damals beim YPS-Heft.
Was passiert jetzt? Ich lasse das Aquarium weiter austrocknen, säubere es und pflanze dann ein paar Fleischfressende Pflanzen rein. Kein direktes Sonnenlicht? Check! Das schaff ich.
Fleischfressende Pflanzen ... da war ich früher auch nie so erfolgreich. Och menno ...

Find ich jetzt mal echt Scheiße ...

Als Verfasser eines Blogs wie diesem, in dem ich der Artenvielfalt der Evolution huldige, kann ich mich natürlich über Gründe fürs Aussterben eben solcher besonderen Geschöpfe aufregen. Und heute erzähle ich euch etwas über das Korallensterben.
Blaa, hab ich schon so oft gehört, was ist da so besonderes dran? Die Einstellung kann ich irgendwo verstehen. Ich möchte euch aber nicht vom Korallensterben allgemein erzählen, welches sich dank Überfischung, Hafenbauten oder Ölkatastrophen abspielt.
Ich möchte euch die Geschichte der Elchgeweihkoralle erzählen.
Die Elchgeweihkoralle ist eine der dominantesten Korallenarten der Riffe Ostamerikas. Und jetzt stirbt sie dank einer Krankheit namens "White Pox Disease".
Ursache für die Bildung dieser weißen Flächen, die sich auf den schaufelartigen Ästen der Korallen absetzen und sie so langsam aber sicher töten, sind menschliche Darmbakterien, die eigentlich nicht im salzhaltigen Meerwasser in dieser Konzentration nicht vorkommen dürfte. Doch da gibt es ja noch die Kläranlagen in Küstennähe ...
....
Vertseht ihr den Titel? Und würdet ihr euch immernoch über Badeurlaub in der Karibik freuen?

Donnerstag, 19. April 2012

Okay, das ist pervers...

In Israel haben Genetiker federlose Hühner gezüchtet. Die Begründung hierfür ist neben der "ökonomischen Effizients für Schlachtbetriebe" sondern auch die Fleischproduktion in Ländern anzukurbeln, für welche bisher Hühnchen wegen dem Klima es eher schwer hatten. Wenn man sich die Federn spart, spart man sich auch die Klimaanlage bei der Massentieranlage.
Nicht nur, dass ihr Anblick mich ekelerregend an diesen perversen Drang der Menschen, auf Kosten der Tiere Gott zu spielen, erinnert, sondern gibt es auch noch mehr Probleme für die Tiere. Wegen ihren fehlenden federn sind sie anfälliger für Parasiten. Weil sie keine Flügel haben können die Männchen die Weibchen nicht begatten,  da sie das Gleichgewicht auf dem Partner nicht halten können. Hautkrankheiten werden für die Hühner ebenso zur Plage wie Moskitos. Temperaturschwankungen betreffen die Tiere mehr als gewohnt.
Aber hey: immerhin muss man die Hühner nicht erst rupfen, bevor sie im Regal stehen.
Euch nen schönen Sonntag, ich geh kotzen.

Doctor Mew

Heute auf Geeksaresexy.net gefunden und hat mir dann doch noch den Tag versüßt. Eigentlich wollte ich keine Bilder von lustigen Katzen hier posten, aber ... *schulterzuck*

Frühjahrsputz

Ich hab festgestellt, dass ich mit den Tags bzw Labels, die ich in diesem Blog verteilt habe, nicht mehr ganz zurecht komme. Keinerlei Ordnung.
Dies muss sich ändern und so werde ich, hoffentlich in den nächsten Tagen die Tags von jedem einzelnen Beitrag überarbeiten. Hier eine Liste der zukünftigen Tags:

  • Lustige Tiere
  • Pflanzen
  • Pilze
  • Parasiten
  • Haustiere
  • Blog
  • Kryptozoologie
  • Vögel
  • Reptilien
  • Amphibien
  • Insekten
  • Spinnen
  • Meeressäugetiere
  • Affen
  • Andere Säugetiere
  • Krebse
  • Kopffüssler
  • Weichtiere

Natürlich werde ich spezielle Tags, wie z.B. für die Triops-Challenge, beibehalten. Aber grob bleibt es erst einmal dabei. Ich schau mal, ob das alles abdeckt und wenn nicht - dann erweitere ich die Liste und lass es euch wissen.

Update: Keine zwei Minuten nach Veröffentlichung ergänze ich die Liste gleich mal um "Sex" und "Tiefsee"

Update2: Irgendwie hat es mir dabei zwei alte Artikel neu veröffentlicht bzw das Veröffentlichungsdatum verändert. Ich entschuldige mich dafür.

Update3: "Medizin" lasse ich auch noch als Begriff drin.

Spider-Man

Nein, kein Photoshop: diese Agame ist von Natur aus gefärbt wie Spider-Man. Dabei handelt es sich jedoch nur um die dominanten Männchen der Agama Mwanzae, sprich um das Alpha-Männchen wenn man es so will. Die anderen Vertreter sind relativ unscheinbar.
Diese afrikanischen Echsen sind tagaktiv und hängen die meiste Zeit des Tages auf warmen Felsen. Die Echse macht ein super Haustier für alle Spider-Man-Fans, sind sie doch recht pflegeleicht und werden schnell handsam.
Aber es ist schon ironisch, dass gerade diese Spider-Man-Echse sich neben Ameisen und anderen kleinen Insekten vor allem auch von Spinnen ernährt.

Mittwoch, 18. April 2012

Underwater Undercover

Wer von mir nicht weiss, dass ich auf Kraken und Tintenfische stehe scheint mich nur oberflächlich zu kennen. Mein rechtes Knie ziert eine riesige Krake, inspiriert vom großen Cthulhu und in diesem Blog habe ich auch bereits meine tiefste Verehrung für diese Geschöpfe bekundet.
Vergangenen Samstag hat mir jetzt eine Freundin von einem faszinierenden Wesen erzählt, dem Doktor Mabuse unter den Kraken. Der sogenannte "Karnevalstintenfisch"  oder auch "Mimik Octopus" vom indonesischen und malaysischen Meeresboden ist ein wahres Genie der Verwandlung.
Er ist ein Meister der Mimikry und kopiert so mehrere Meeresbewohner (die Zahl 15 konnte ich bisher leider noch nicht belegen, wundern würde es mich aber nicht) - u.a. Stachelrochen, Seeschlangen, Feuerfische, Zebrakraken, Flundern, Schnecken ... sogar eine Kokosnuss kann er nachahmen.
Dies ist auch einer der Gründe, warum er erst jetzt entdeckt wurde: man hat ihn immer für eine andere Tierart gehalten - mindestens mit dem optisch fast identischen Zebrakraken hat man ihn verwechselt.
Ich hab euch an dieser Stelle auch noch ein Video rausgesucht, welches ganz gut dieses einzigartige Verhalten zeigt.



Der Flipper-Blues

Wer von euch hat noch nie eine Folge von Flipper, dem lustigen Delfin, gesehen? Als Kind lief das ja immer so zwischen Daktari und Lessi und irgendwie brannte mir zu der Zeit das Bild von Delfinen als Haushunde des Meeres auf. Es brauchte schon seine Zeit, bis ich mich an den Gedanken gewöhnen konnte, dass es sich bei Delfinen um welche der intelligentesten Lebewesen des Planetens handelt und der Tag, an dem sie Daumen entwickeln unser jüngstes Gericht wird. Aber dennoch sind sie mir als lustige Gesellen in Erinnerung geblieben - u.a. dank Flipper.
Wusstet ihr das einer der Delfine, die Flipper verkörperten, Selbstmord beging? Wisst ihr, wie ein Delfin Selbstmord begeht?

Er hört einfach auf zu atmen.

Delfine atmen nicht im Reflex. Für sie ist es eine bewusste Handlung, die sie auch bewusst einstellen können - mit tödlichen Konsequenzen. Ich wette ihr seht Delfine von nun an mit anderen Augen.

Samstag, 14. April 2012

Muskelfleisch in der Kanalisation

In North Carolina, genauer gesagt in dessen Abwasserkanälen, wurde dieses Video gedreht.
Zuerst: nein es ist kein fake. Die Aufnahmen sind ebenso echt wie verstörend.
Diese scheinbar organische Muskelmasse, die an den Kanalwänden vor sich hin pulsiert, war in dem ganzen Kanal zu finden.
Doch was ist dieses seltsame Wesen? Ein Pilz? Eine Riesenamöbe? Ein Alien?
Die Antwort ist viel einfacher aber dennoch nicht minder faszinierend.
Würmer. Um genau zu sein Klumpen aus Tubifex-Würmern. Tubifex mögen die ein oder anderen aus dem Zoohandel als Lebendfutter für Fische kennen.
Normalerweise halten die sich in Schlamm, in Ablagerungen und im Erdreich - aber nicht in Abwaserkanäle. Irgendwie haben die es hier aber doch rein geschafft und durch das Fehlen von ihrem typischen Nährboden haben sie sich aneinander gekuschelt wodurch der Muskeleffekt kommt.
Lecker, lecker.

Donnerstag, 12. April 2012

Die von meiner Ex waren kleiner...

Mein Gruss geht raus an Tobi, der mich auf diesen Artikel aufmerksam gemacht hat. In Portugal hat man einen 10 cm langen Silberfisch gefunden. Damit haben wir einen Gewinner in der Kategorie: größtes unterirdische Insekt Europas.
Für tropische Gegenden sind ja riesige Insekten und Spinnen ja nichts ungewöhnliches, aber in Europa ist sowas dann doch was anderes.
Mit den Silberfischen, die ich zuletzt gesehen habe, haben diese Brummer jedoch weniger gemein.

Freitag, 30. März 2012

The King of Wasps

Als ich letztes Jahr Barfuß durch den Stadtpark gestampft bin, berauscht von kühlem Bier und Sommersonne, bin ich auf eine Wespe getreten. Sofort hab ich ein kühles Bier genommen um die Schwellung zu verhindern und alles war ok. Später jedoch, nachdem ich nicht mehr kühlen konnte, wurde das ganze schon echt fies und mein Zeh ist zur doppelten Größe angewachsen. Ich bin kein Allergiker. Das war eine normale Wespe.
Ich möchte nicht wissen, was bei dieser neu entdeckten Wespenart so passiert. 
Diese wurde in Indonesien auf der Insel Sulawesi entdeckt und wird 2,5cm groß. Sie graben ihre Nester für gewöhnlich an offenen Flächen im Sand - also, wenn ihr auf Sulawesi unterwegs seid: zieht euch bitte, in eurem Interesse, Schuhe an!
Kaum wurde aber dieser "King of Wasps" entdeckt, ist er schon vom Aussterben bedroht. Schuld daran ist das Abholzen der dortigen Regenwälder.

Neues von James Cameron


Ich berichtete von James Cameron und seiner Reise zum tiefsten Punkt der Erde. Er zeigt noch nicht alles von seinem gedrehten Material, vor allem von Bildmaterial von tierischem Leben fehlt noch jede Spur - was wahrscheinlich daran liegt, dass da ne große Doku oder Reportage oder Special oder Topfschlagen bei National Geographic geplant ist.
Aber es gibt zumindest schon ein bisschen was zu sehen, was er auch kommentiert und der Bericht verrät mehr Daten und Fakten über das ganze Unternehmen.

Montag, 26. März 2012

James Cameron hits bottom

James Cameron (Regisseur von Avatar und Titanic) reichen seine sensationellen Erfolge im Filmgeschäft scheinbar nicht aus. Was macht also ein Regisseur, der schon bei dem Film "Abyss" (welcher ebenfalls unterirdisch" war) seiner Faszination für die Tiefsee Ausdruck verlieh, wenn er in seinem Beruf keine Herausforderung mehr sieht?
Richtig, er taucht alleine als erster Mensch zum Grund des Mariannen-Graben.
James Cameron hat dieses Wochenende als erster in einer 1-Mann Tiefseemaschine, die aussieht wie ein Vertikaler Torpedo, den tiefsten Punkt der Meere erreicht. Von dort Twitterte er (ja, scheinbar gibt es im Mariannen-Graben Netz und in Affalterbach nicht) "Just arrived at ocean's deepest pt. Hitting bottom never felt so good. Can't wait to share what I'm seeing w/ you".
Tja, wir müssen uns dennoch gedulden, die Bilder sind noch nicht Online, dies dürfte sich jedoch im Laufe des Tages ändern. Ich brauche euch nicht sagen, wie fremdartig das Leben dort unten aussehen muss.
Marsl hält euch auf dem Laufenden.

Triops Challenge - Zwischenbericht

Lange gab es nichts von mir zu hören und ich entschuldige mich dafür herzlichst. Projektstress. Kommt bestimmt wieder vor.
Es ist viel in der Zwischenzeit passiert. Wie bereits berichtet haben Dome und ich unsere Urzeitkrebse angesetzt und beide sind inzwischen geschlüpft. Während meine ein bisschen mehr Zeit brauchten, sind Domes sofort am nächsten Tag schon rum geschwommen.
Dafür hat er sie fahrlässig umgebracht, in dem er sie mit zu viel Futter erstickte. Meine fressen dagegen langsam und gemütlich und da ich alle auf einmal angesetzt habe tummelt es sich nun lebensfroh im Aquarium.
Doch eine andere Bedrohung erscheint am Horizont: Meine mangelnde Genauigkeit bei der Salz/Wasser Mischung rächt sich. Der "Meeresspiegel" ist bereits um 5 cm gesunken. Scheint ich muss neues Wasser nachschütten. Das wird gefährlich.
Ich halte euch auf dem laufenden und hoffe, euch bald neue Bilder zeigen zu können.

Donnerstag, 15. März 2012

Die Triops-Challenge Kick-Off!

Hat jetzt ein bisschen gedauert, aber endlich ist es so weit: Die Triops-Challenge hat angefangen. Wir sind uns bewusst, dass es sich bei diesen Urzeit-Krebsen um Artemien und nicht um Triopskrebse handelt, aberwir behalten den unkorrekten Namen dennoch bei.
Dabei sind schon sehr früh Unterschiede zwischen Kontrahent Domme und mir sichtbar geworden. (Micha haben wir leider aus versehen vergessen, aber das holen wir heute noch nach)
Während Domme eher alles Schritt für Schritt wie in der Anleitung macht, bin ich experimentierfreudiger. Bei einem so großen Aquarium, wie ich es jetzt angesetzt habe ist das auch nicht verwunderlich. Ob das Salz/Wasserverhältnis jedoch stimmt wird sich noch zeigen.
Bilder und weitere Infos werden noch folgen.

Sonntag, 11. März 2012

Der Wald der Stadtmitte bis zum Himmel reicht

Ich wohne in einem Einfamilienhaus. Weiß gestrichen. Nichts besonderes. Aber in unserem Garten kommen, dank eines nahe gelegenen und riesig gewordenen Walnussbaums immer wieder Vögel, es laufen hier Eichhörnchen und laut schmatzende Igel rum. Für die zentrale Lage eine kleine, grüne Insel.
Ich erbe irgendwann dieses Haus. Mein Plan war es, mit Efeu und anderen Kletterpflanzen die Wände zu begrünen, so für etwaige Nistplätze für Vögel zu sorgen usw usf. Eine kleine, grünere Insel im Herzen von Ludwigsburg.
Architekten bauen grad an einer recht großen, hohen, grünen Insel im Herzen von Mailand.
Dort soll nämlich ein Wolkenkratzer entsteht, dessen Fassade aus einem Wald besteht. Ihr habt ganz recht gelesen.
Sie planen dort große Balkone anzubringen, an welchen Bäume und Sträucher gepflanzt werden.
So soll nicht nur das Haus begrünt werden, sondern auch der Lärm der Stadt für die Bewohner des grünen Riesens geblockt werden und die Luft gefiltert.
Bosco Verticale heißt das ganze Projekt und die geplante begrünte Fläche entspricht einem Hektar Wald.
Die Pläne sehen für mich eher aus wie Stadtpark als Wald. Ein Wald ist ein kompliziertes Ökosystem zu dem zweifelsfrei auch noch Tiere und Pilze gehören. Auch bin ich gespannt, was für Bäume da eingesetzt werden sollen, die das Fundaments des Hauses mit ihrem Wurzelschlag nicht wortwörtlich sprengen.
Aber ich finde dieses Projekt mehr als genial und immerhin wird bereits daran gebaut.
In Tagen, an denen in Stuttgart das grüne Herz der Stadt raus geschnitten wird (Fuck s21!), wird hier immerhin versucht, der Natur ein Stückchen Platz zu geben.
Ich wünsche mir für die Zukunft der Stadtbilder mehr solcher grünen Riesen. Vielleicht auch konsequent bis zum Schluss gedacht: ohne Bewohner, mit Tieren und Pilzen, freiwuchernd. Die Zukunft könnte grün werden.

Mittwoch, 7. März 2012

Bloody eyes!

Ich schaue gerade Supernatural. Die Serie finde ich cool, auch wenn die beiden für meinen Geschmack zu schnell sentimental werden. Die streiten sich mehr, als das sie Dämonen oder andere Wesen jagen. Naja, auf jedenfall geht es gerade bei Supernatural um Engel, Dämonen und die Apokalypse. Und vor allem geht es um Blut: Blut als Droge, Blut als Artefakt für Magie, Blut als Waffe ...
Zurück ins Tierreich. Dort gibt es nämlich eine Echse, die sich dieses "Blut als Waffe" sehr zu Herzen genommen hat.
Die Kurzhorn-Krötenechse von der Westküste Amerikas (also von Südkanada bis Nordmexiko um genau zu sein) sieht auf den ersten Blick nur aus wie eine gewöhnliche Wüstenechse. Sie ernährt sich von Grillen, Ameisen und anderen Insekten, fällt wegen ihrem Flecktarn in trockenen Gebieten kaum auf und wird ca. 15cm lang.
Jetzt kommt's aber: die Kurzhorn-Krötenechse verteidigt sich, indem sie Blut aus ihrem Auge auf ihre Feinde feuert. Erst dachte man, sie würde sich nur durch ihre stachelige Haut verteidigen, aber tatsächlich baut sie in ihrem Auge so viel Druck auf, dass sie zielsicher ihr Feind damit "abschießen" kann.
Erinnert mich mehr an Cyclops von X-Men. Aber DAS ist wieder eine andere Geschichte ...

Dienstag, 6. März 2012

Happy Happy Happy

Grad bei Facebook entdeckt (danke Peter): Wirklich, wirklich glückliche Tiere
Okay, die meisten Bilder kannte ich schon, aber ich musste doch sehr lachen. 
Zwar geht es mir relativ gut - aber diese süßen Wesen haben scheinbar in diesem Moment wahres Glück gefunden.
Und diesen Anblick wollte ich euch nicht vorenthalten. Ich wünsche euch ein euphorisches Glücksgefühl!

What a nose!

Der Sägefisch hat schon eine beeindruckende Nase: sie ist mit scharfen Zähnen besetzt und sieht damit aus wie die Mischung zwischen einer Kettensäge und einem Zweihandschwert. Lange Zeit vermutete man, dass der Fisch diese wie letzteres auch benutzt. Sie schwingen die Nase wie ein Tranchiermesser, spießen das Opfer auf ... Hack'N'Slay unter dem Meer.
Nun hat man jedoch auch noch Elektrosensoren in dieser Nase gefunden. Mit diesen kann er die Bewegungen von Beutetieren orten. Brauchen sie auch in den trüben Gewässern in denen sie jagen.
Ich bin gespannt, was sonst noch so über diese Tiere in den nächsten Jahren bekannt wird. Und glaubt ihr, der Highlander konnte das auch mit seinem Schwert?

Die Romer-Lücke wurde geschlossen!

Ich will gar nicht lange darüber schreiben, sondern ich verweise gerne einfach auf den Link von nTV zum neusten Fossilienfund. Bald ist der komplette Stammbaum der Evolution geschlossen - wenn das so weiter geht. Charles Darwin würde sich freuen.

1k!

Marsl Knows Creatures hat nun, mit nur 29 Posts die magische Tausend geknackt. Tausend Seitenaufrufe! Sky is the limit, Freunde. So fühl ich mich ungefähr:

Samstag, 3. März 2012

Schweinchen-Elefanten am Meeresgrund

Freitag Abend. Scottish Pub. Eine Freundin hat mir erzählte mir, wie pädagogisch wertvoll mein Blog sei. Mit gepushtem Ego kamen wir irgendwie auf Seegurken zu sprechen.
Seegurken sind eigentlich relativ langweilig. Die gurken so auf dem Meeresgrund rum und sehen aus wie die im Meer treibende Pelle von einer Blutwurst. Wie ein Stück schwimmender Darm. Jedenfalls nicht gerade spannend.
Die Klasse der Seegurken ist jedoch groß und artenreich. Neulich bin ich über diese Prachtexemplare gestolpert. Holothurian Echinoderm ist ihr lateinischer Name, bisweilen habe ich die deutsche Bezeichnung noch nicht gefunden. Im Englischen werden sie Sea Cows oder Sea Pigs genannt - bitte nicht verwechseln mit den Seekühen, die man früher mit Meerjungfrauen verwechselt hat. Das Bild zeigt sie, wie sie außerhalb des Wassers aussehen. (Bedenkt: dort herrscht ein ganz anderer Druck, folglich sehen die unter Wasser ganz anders aus.)
Wenig ist über diese bunten Kerlchen bekannt. Sie sind ca 10 cm groß, haben ca 10 Tentakel und ein paar an Röhren erinnernde Füße und sie leben in ca 1000 Metern tiefe auf dem Meeresgrund. Dort grasen sie den Sandboden nach organischem Abfall ab von dem sie sich ernähren.
Cool ist jedoch, dass die sich in Schwärmen sammeln. Fast wie eine Kuhherde. Solche Herden können bis zu über Tausend Tiere groß werden. Und allein dieser Anblick macht sie schon echt awesome.

Ein Espresso und ne Perserkatze, bitte!

Ich liebe Japan. Wenn man mal von ihrer Wal-, Delphin- und Haischlachterei, ihre Jagd auf die Seashepherds und ihrer Angewohnheit, Salzfrei zu kochen absieht - so erheitern sie mich doch immer wieder mit ihren Kuriositäten. Egal ob strange Game Shows, Tentakel-Hentai oder Schlüpfer aus dem Automaten - es gibt immer wieder was neues zum Lachen aus dem Land der aufgehenden Sonne.
Wen wundert es also, dass gerade aus Japan diese grandiose Geschäftsidee kommt. In sogenannten "Neko"s können u.a. gestresste Manager nach Feierabend einen Kaffee oder ein Bierchen trinken und eine Katze streicheln. Ja, ihr habt richtig gelesen. 
In diesen Katzencafés laufen Katzen frei rum und lassen sich von Paaren oder Singles, deren Hausordnung Haustiere verbieten, Geschäftsmänner, die zu häufig unterwegs sind um sich eigene Tiere zu halten, und anderen Personen, streicheln, kraulen und beim Spielen zusehen. 9 Dollar pro Stunde soll dieser ganze Spaß im Durchschnitt kosten.
Die boomen dort drüben richtig - allein in Tokyo sollen über 50 Stück sein.
Problem macht jetzt hierbei nur ein neues Tierschutzgesetz bzw dessen Formulierung. Diese Änderung des japanischen Tierschutzgesetzes soll es verbieten, Hunde und Katzen nach acht Uhr abends öffentlich auszustellen - was gegen 24/7 Tierhandel gerichtet ist. Doch die Nekos fallen da ebenfalls drunter. Mal schauen wie lang das also noch weiter geht.
Ich für meinen Teil finde das super - solang es den Tieren dabei gut geht. Vielleicht würde diese Idee so manchem Tierheim eine neue Einnahmequelle liefern. Und mein Gott: es sind Katzen!

Dienstag, 28. Februar 2012

Lovercall!

Meine Bio-Lehrerin hatte immer die besten Beispiele, um uns die faszinierende Welt der Evolution nahe zu bringen. Am tiefsten hat sich der Nördliche Bootsmannfisch in mein Hirn eingebrannt.
Dieser hat einen ganz besonderen Lockruf für seine Weibchen: Er brummt einfach so laut er kann. Klingt jetzt nicht besonders, oder? Wenn jedoch nur ein paar Männchen in gewisser Nähe sind, dann kann dieses Brummen, ca. 100Hz, bringt es sogar Bootswände zum vibrieren. Daher der Name.
Um selber nicht hörgeschädigt zu werden, konrtolliert die selbe Hirnregion sowohl die Tonproduktion und den Gehörsinn. Beim Balzruf wird die eigene Geräuschempfindlichkeit deutlich gesenkt.
Das übrigens nur Weibchen mit befruchtbaren Eiern angelockt werden ist übrigens deren Östrogenspiegel geschuldet. Der sorgt dafür, dass sich ihre Ohren öffnen, bei anderen Weibchen sind diese geschlossen.

Montag, 27. Februar 2012

Vögel vögeln!

Hach ja, der Klimawandel. Bringt nur Probleme mit sich: Die Polarkappen schmelzen; weil der Golfstrom abgelenkt wird, wirds in Europa immer kälter; Wasserknappheit; Vögel werden untreu ... bitte was?

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass unberechenbares Klima Vögel dazu bringt, ihre Partner häufiger zu wechseln.
Dies hat einen Grund: Wenn Weibchen ihren Partner häufiger wechseln, haben ihre Kinder verschiedene Väter - ihre genetische Vielfalt ist größer. Das heißt es wird wild rumgevögelt für den Artenerhalt.
Um das zu belegen haben die Forscher über 200 Vogelarten beobachtet, Daten gesammelt und ausgewertet und diese mit den Wetterstationen im Umfeld verglichen. Dabei ist wichtig, dass es sich um eigentlich monogame Vogelarten handelt. Und siehe da: sie wechseln tatsächlich dauernd den Partner.
Mehr lustige Wortspiele erspar ich mir jetzt mal.

Sonntag, 26. Februar 2012

Ähnlich wie Seide

Was ist lang und schleimig? Nicht, was ihr Ferkelchen vielleicht denkt. Lang und schleimig trifft als Beschreibung auf alle Tiere zu, über die ich an diesem schönen Sonntag Abend berichtet habe. Und um diesen Abend auch gebührend abzuschließen fehlt hier noch ein ganz besonderer Kollege: der Schleimaal.

Schleimaale besitzen keine Schuppen sondern eine feine, lederartige Haut die von einer dichten Schleimschicht bedeckt wird. Daher auch ihr Name. Dieser Schleim, den sie produzieren enthält keratinartige Proteine und erinnert an eine glibbrige Version von Seide. Schleimaale sind heute wegen ihrer feinen Lederhaut sehr beliebte Fangfische. Vor allem an der Westküste Nordamerikas wird er kultiviert.

Der Grund aber, weswegen er es in diesen Blog geschafft hat ist und bleibt der Schleim. Diesen kann er in Schreck-Momenten panisch übermäßig produzieren. Man kann dieses Verhalten am besten mit dem von Tintenfischen vergleichen, die Tinte ins Wasser abgeben.
Wie viel das aber sein kann, zeigt das Bild.
Yummi!

Nicht Wurm, nicht Schlange!

Ok, wem die Muräne von eben schon zu viel war, der sollte jetzt lieber aufhören zu lesen. Alle anderen sind hier ganz richtig:
In Indien hat man eine ganz neue Tierart entdeckt, die auf den ersten Blick aussehen wie gewöhnliche Regenwürmer. Doch was so aussieht wie einfache Regenwürmer sind nicht einmal ansatzweise gewöhnlich - zumindest für die Wissenschaft. Denn gewöhnliche Regenwürmer haben keine Knochen ...
Es handeln sich hierbei um Amphibien, die sich wie Regenwürmer verhalten - sie haben keine Arme, wühlen sich durch die Erde durch ... was Würmer halt so machen. Aber dennoch - Amphibien.
Mit diesem Fund wurde eine komplett neue Familie der Amphibien definiert. Creepy, zugegeben, aber spannend!

Muräne unterm Messer

Okay, das ist was neues: im niederländischen Tierpark "Burgers Zoo" wurde im Januar eine Muräne erfolgreich operiert. Das rund 1,5 Meter lange Tier hatte einen Tumor, der von einem Team aus Tierärzten, Meeresbiologen und Tierpflegern des Zoos entfernt wurde.
Ihr fragt euch sicherlich genau wie ich mich gefragt habe: Wie zur Hölle betäubt und operiert man so einen Fisch?
Ganz einfach: Man hat die Muräne narkotisiert indem ihrem Wasserbecken Betäubungsmittel zugefügt wurde. Kaum war sie breit, hat man sie aus dem Wasser genommen und ab auf den OP-Tisch gepackt. Während der Operation wurde dem Tier noch weiter über einen Schlauch ständig mit Sauerstoff angereichertes Wasser in den Mund gespritzt, sodass es über die Kiemen selber atmen konnte. Auch dieses Wasser war natürlich mit Mittelchen versehen, um die Muräne länger ruhig zu behalten.
Dem Tierchen geht es inzwischen wieder gut und es schwimmt weiter - munter, nicht mehr narkotisiert und ohne Tumor - in seinem Becken. Tolle Geschichte und so ...

Mittwoch, 22. Februar 2012

Jesus Christ!

Basilisken (nicht die Viecher aus den Sagen, sondern die Gattung der Leguanfamilie) sind schon so faszinierende Viecher: auf den ersten Blick sehen sie aus wie gewöhnliche Echsen - aber wenn man sie einmal aufschreckt können sie zeigen was in ihnen steckt. Basilisken haben den Beinamen "Jesus-Christus-Echse". Könnt ihr euch vorstellen, woher das kommt? Right!
Wie Marius Müller Westernhagen schon gesungen hat: "Und ich kann übers Wasser gehen ..."
Im Endeffekt schaffen sie das dank Mulden unter den Füßen, unter denen sich genug Luft staut um damit einen Hovercraft-Effekt zu erzeugen. ... Kommt euch auch gerade die gleiche Frage? (Pinky-Voice: "Hatte Jesus trotz Sandalen runzlige Füße?")
Hier der Videobeweis.

Dienstag, 21. Februar 2012

Die Triops-Challenge - Intro

Ihr kennt sie vielleicht noch aus dem mehr als legendären YPS-Heft oder dem Kosmos Baukasten: Urzeitkrebse. Um mal ein bisschen mit dem Nostalgiefaktor zu spielen: man musste nichts weiter tun als ihre Eier in Wasser zu geben und dann schlüpften binnen weniger Stunden diese kleinen, lebenden Fossilien. Sie wurden zwar nie sehr groß (meist brauchte man eine Lupe, um sie zu sehen) und lange hatte man auch keinen Spaß an ihnen - doch ich glaube das eine bedingte das andere.


Wir sind alle älter geworden. Wir sind reifer geworden. Wir sind erwachsener geworden. Und genau deswegen machen wir das gleiche nochmal.

Ein Komilitone und ich rufen zur Triops-Challenge auf. Die Regeln sind simple:
- Alle Teilnehmer setzen am gleichen Tag die Eier ins Wasser ab
- Basis für die Challenge ist das Kosmos "Urzeit-Krebse selber züchten" Mitbring-Experiment (Preis < 10 Euro)
- Es dürfen keine anderen Eier oder weiteren Eier verwendet werden. Andere Aquarien, Luftpumpen, Sand, Futterzusätze, Aquarienpflanzen usw sind jedoch vollkommen legal
- Am Ende wird sich schon zeigen wer die schönsten Krebschen hat - und wenn nicht hat es immerhin Spaß gemacht
- Location: Animationsinstitut Filmakademie Baden-Württemberg

Ich werde Marsl Knows Creatures dazu verwenden, meinen Teil der Challenge zu dokumentieren. Dome, the challenge is on!

Die Rache der Bienen

Vor ein paar Wochen (?) habe ich euch gezeigt, was Japanische Hornissen (die auch Riesenhornissen genannt werden) so mit Europäischen Bienen veranstalten. Das reinste Massaker. Ihr erinnert euch.
Wen die Europäischen Bienen so hilflos diesen Riesen ausgeliefert sind, was machen dann ihre japanischen Artgenossen? Ich hatte euch versprochen diese Frage zu klären, sobald ich passendes Filmmaterial gefunden habe. Man muss einfach Respekt vor Bienen haben ...
Das Video vom National Geographic zeigt das Vorgehen der Japanischen Bienen gegen eine Riesenhornisse: wie im Kollektiv stürzen sie sich auf den Feind, ummanteln ihn und erzeugen durch den Flügelschlag eine solche Hitze, dass ihr Gegner lebendig gekocht wird. Dabei übersteigen sie exakt die Temperatur-Toleranzgrenze von Hornissen, bleiben aber unter ihrer. Glaubt ihr nicht? Viel Spaß!


Montag, 20. Februar 2012

French Kiss mal anders ...

Okay, ich hab euch schon Zombie-Larven und andere seltene Parasiten gezeigt. Doch wenn es um wirklich beängstigende, abartige und merkwürdige Parasiten geht hab ich ein neues Highlight für euch: Cymothoa exigua.
Für diesen parasitären Krebs (um genau zu sein Assel) habe ich keinen deutschen Namen finden können, auf Englisch wird er jedoch "Tongue-eating louse" genannt. Und das ist so ziemlich genau, was dieser kleine Fratz macht:
Er schwimmt als Jungtier frei im Meer rum, nistet sich in ein Fischmaul ein, zapft das Blut der Fischzunge an, um  sich davon zu nähren, die Zunge verkümmert, die Assel wächst und ersetzt irgendwann die Zunge komplett. Das geht sogar so weit, dass dieser Parasit die Funktion der Zunge komplett übernimmt.
Yummi!

Sonntag, 19. Februar 2012

Kleine Drachen

Kleine Flugechsen gibt es viele - diese haben aber eher nur die Angewohnheit, zu gleiten, nicht aktiv zu fliegen, wie es z.B. die Drachen der Mythen-, Sagen- und Fantasywelten tun. Wie sollten sie auch? Alles, was sie in Richtung "Flügel" besitzen, ist eine Haut welche an die Arme festgewachsen ist. Diese wird gespannt und siehe da: sie gleiten wie Fallschirmspringer durch die Lüfte. Naja, fast.

Nun hat aber die Evolution einen Schritt in Richtung Drachen gemacht: man hat eine Flugechse gefunden, deren Flügel getrennt von ihren Vorderläufen gewachsen sind und somit richtige Flügel sind. Ob sie damit auch richtig fliegen können usw ist mir nicht bekannt. Aber man sollte sicherheitshalber diese kleinen Echsen im Auge behalten - nicht dass sie irgendwann unsere Jungfrauen und unser Gold stiehlt und unsere Städte mit ihrem Feueratem straft.

Samstag, 18. Februar 2012

Zyklopen

Sie gehören zu den bekanntesten Wesen der Mythologie: Zyklopen. Die einäugigen Riesen haben ihren Ursprung in den Mythen der griechischen Antike. Von dort verbreiteten sie sich über die Sagenwelt des Mittelalters weiter in die Popkultur der Fantasy-Literatur. Egal wie alt - dank Romanen, Comics, Cartoons, usw kann sich heute jeder etwas unter einem Zyklopen vorstellen.
Die meisten Mythen haben ihren Ursprung in der Natur: sei es durch eine falsche Sichtung, Naturphänomenen, unbekannte Tierarten oder seltsame Knochenfunde.

Bei den Zyklopen scheint es übrigens letzteres zu sein. Die seltsamen Schädel, die man auf einigen Mittelmeerinseln fand, hatten anstelle der beiden Aughöhlen nur ein großes Loch. Heute ist klar, von welchen Wesen diese Knochen stammten. Keine Zyklopen, sondern Zwergelefanten.
Diese hatten nur eine Körperhöhe von 90cm und waren eine Rückbildung, als der Meeresspiegel anstieg und sie so von ihrem afrikanischen Festland getrennt wurden und sie so auf den neuen Inseln, wie z.B. Kreta, Malta oder Zypern gefangen waren. Nahrungsknappheit sorgte für die geringere Körpergröße. Den Alten Griechen waren diese Minirüssler bereits nicht mehr bekannt. Die Knochen lieferten ihnen jedoch so ein ganz anderes Bild.

Man vermutet übrigens, dass mit diesen Rüsseltieren auf Shetland-Pony Größe noch ein anderes Tier der Sagenwelt erklären lässt: Sinbad, der Seefahrer, soll beobachtet haben wie ein riesiger Adler (Der Vogel Roc), mit einem Elefant in den Fängen über das Meer geflogen.
Wenn man jetzt wieder an die Zwergelefanten denkt, deren Jungtiere nur so groß wie Schäferhunde waren ... na, kommt ihr drauf?
Und so schließt sich wieder der Kreis, denn das Bild von dem Zyklopen dort oben stammte aus dem Filmklassiker "The 7th Voyage of Sinbad".

Freitag, 17. Februar 2012

Die Großen Alten ...


Nein, bei diesem Beitrag geht es nicht um die Wesen aus HP Lovecrafts Schöpfungen, wie z.B. Great Cthulhu - auch wenn diese Wesen hier schon fast mit ihnen vom Alter her mithalten können.
Wer TED Talks noch nicht kennt, dem kann ich diese Vortragsreihe nur wärmstens ans Herz legen. Egal zu welchem Thema halten hier Experten besonders inspirierende und "jaw-dropping" Reden. So auch Rachel Sussman.

Diese Frau beschäftigt sich mit den vom Alter her ältesten Lebewesen der Welt und hat dabei mehrere Wesen gefunden, die über mehrere Jahrtausende alt sind.
Es handeln sich hierbei nicht um Tiere sondern um Pflanzen und Pilze. Ich kann diesen Vortrag nur wärmstens empfehlen - es ist atemberaubend, wie alt diese Pflanzen sind und wie sie überleben konnten.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Da geht der Hund baden ...

Und wieder was zum Thema: lustige Tiere.
Wie sehen eigentlich tauchende Hunde aus?
Über eine Komilitonin bin ich auf diese Bilderserie gestoßen.
Have fun:

http://www.shockmansion.com/2012/02/15/scuba-dooby-doo-hilarious-photos-of-dogs-underwater/

Wie soll man die auch finden?

Chamäleons haben allgemein bekannt die Eigenschaft, sich zu tarnen: sie passen sich farblich an ihre Umwelt an.  In Madagaskar wurde jetzt jedoch eine Chamäleon-Art entdeckt, die das Talent, verborgen zu bleiben, fast perfektioniert hat. Leider ist ihnen das übliche Talent, sich zu verfärben auf der Strecke geblieben. Dafür sind die meisten Käfer auf der Insel größer.
Jawohl, dieses niedliche Reptil wird keine 3cm groß. Damit ist es das bisher kleinste Reptil der Welt. Ain't it a sweety?
Hier übrigens die Quelle: http://www.n24.de/news/newsitem_7673961.html

Dienstag, 14. Februar 2012

Der Blob des Tierreichs

Die Tiefsee ist ein seltsamer Ort. Vor allem im Südwestpazifik. Dies ist die Heimat des sogenannten Blobfischs - der Name ist Programm.
Was aussieht wie ein geschmolzenes Vanilleeis ist ein Fisch, dessen Körper aus kaum Muskeln sondern aus einer Gallertartigen Masse besteht, die nur eine gering höhere Dichte als das Meerwasser besitzt.
Dadurch verbrauchen sie nur minimal Sauerstoff und Energie bei ihrer Jagd auf Krebse und Weichtiere.
Unter Wasser sehen diese Blobfische übrigens nicht so deprimiert aus.

Montag, 13. Februar 2012

Japanische Hornissen vs Europäische Bienen

Einfach episch. Versuche von Japanischen Imkern europäische Bienenkulturen in Japan anzusiedeln steitern regelmäßig. Grund dafür sind die einheimischen Hornissen, die extremst aggressiv auf diese Einwanderer reagieren. Dieses Video veranschaulicht sehr gut, was passiert wenn die Hornissen von dem Besuch Wind bekommen. Wie sich die japanischen Bienen gegen die Hornissen verteidigen erzähle ich an einer anderen Stelle. Hier erstmal der Videobeweis. So viel zum Thema "Tiere führen keine Kriege" ...

Marsl knows creatures reloaded

Hier könnte so viel mehr gehen ... und hier wird so viel mehr gehen, versprochen. In Zukunft werden hier mehr Kuriositäten aus der Welt des Tierreiches u.ä. Ich freue mich auf Anregungen, Feedback und Kommentare. Shared auch ruhig via Facebook, Twitter oder sonstwie falls euch der Blog udn die Einträge gefallen. Hier ein glücklicher Fisch für euch. Allons-y!